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KakaoFriends Store

Summary:

Sungjong besucht nur wenige Tage nach der offiziellen Eröffnung den KakaoFriends Flagship Store in Gangnam. An einer der Kassen trifft er auf Hoya und ist direkt hin und weg. Ob er wohl Chancen bei dem netten, doch sehr attraktiven Verkäufer hätte?

Notes:

Ich habe damals im Ryan- Café des KakaoFriends Stores in Gangnam gesessen, nach unten zur Kasse gesehen und mir gedacht: wow! Der Verkäufer sieht ein bisschen sehr wie Hoya aus!
Und aus einer bloßen Idee entstand dann wenige Stunden später ein Plot und kurz darauf die ersten Kapitel...

Chapter 1: Ryan Kissen

Chapter Text

Seufzend sah Sungjong zum wohl zwanzigsten Mal in den letzten fünf Minuten auf seine Uhr, nur um genervt festzustellen, dass es immer noch nicht viel später war als zwei Minuten zuvor war. Okay, immerhin waren nun doch schon sechs Minuten um!

Er warf einen Blick über die Schulter und die Schlange wartender Menschen entlang, die sich hinter ihm den Gehweg entlang tummelten, nur um so schnell und zeitig wie möglich in den KakaoFriends Flagship Store zu kommen. Der Laden hatte, so hatte Sungjong gelesen, erst vor wenigen Tagen ganz neu eröffnet, erstreckte sich über ganze zwei Etagen und hatte zusätzlich noch ein eigenes Themen-Café in der dritten Etage. Da zusätzlich auch noch das neueste Familienmitglied der KakaoFriends, Ryan the Lion, offiziell vorgestellt worden war, war nun gefühlt halb Seoul auf den Beinen um den Laden zu stürmen und das so beliebte Merchandise zu ergattern.

Eine plötzliche Bewegung in der Schlange vor sich zog Sungjongs Aufmerksamkeit wieder auf sich und er beglückwünschte sich einmal mehr, dass er bereits seit zwei Stunden vor dem Laden wartete und somit definitiv schnell rein kommen und sich noch in Ruhe würde umsehen können. /Endlich.../ dachte er fast schon etwas genervt, als ein Mitarbeiter des Store nach draußen kam und die Wartenden begrüßte.

Was dann aber passierte, glich gefühlt einer Apokalypse. Die ersten Kunden wurden in den Laden gelassen und es riss Sungjong förmlich von den Füßen, als die Massen hinter ihm zu drücken und schieben begannen. "Himmel!" fluchte er und stolperte etwas, als man den Menschenstrom kurz hinter ihm aufhielt und somit verhinderte, dass der Laden gänzlich überrannt wurde- was aber auch hieß, dass Sungjong nun als mit einer der ersten shoppen gehen konnte.

Eigentlich wollte er gar nicht wirklich in den Laden, da er die KakaoFriends zwar mochte, die Icons gerne im Chat benutzte, aber sonst eigentlich wenig mit ihnen anfangen konnte. Leider aber führte er einen recht bekannten Blog über Sehenswertes in Seoul und Korea, auch mit Dingen die einem der Reiseführer nicht nannte, und war daher fast schon etwas dazu verpflichtet dem Store wenigstens einen Besuch zu zollen; und immerhin musste er seine wenigen freien Tage nutzen, in denen Sungjong keine Model- Aufträge hatte.

Sobald Sungjong im Laden stand, musste er sich erst einmal umsehen und trat daher einen Schritt zur Seite, wurde aber direkt von einer der Mitarbeiterinnen gefragt, ob er nicht ein Foto von sich neben der großen Ryan Figur haben wollte.

"Eigentlich... ach, warum auch nicht." überlegte Sungjong laut, reichte ihr sein Handy und stellte sich mit einem Lächeln neben die große Figur, posierte für das Foto.

"Vielen Dank für Ihren Besuch." sagte die junge Frau und reichte ihm das Handy zurück. Sungjong steckte es dankend wieder ein und schnappte sich einen der kleinen Einkaufskörbe, die neben der Eingangstür standen, und ging langsam die erste Wand entlang.

Es war wirklich erstaunlich, was es nicht alles mit und von den KakaoFriends gab. Kissen, Tumbler, Becher, Tassen, Schlüsselanhänger, Handyhüllen, Ladekabel, Nackenrollen. Sungjong gluckste leise, als er sogar Hausschuhe mit den Gesichtern der Kakao Charaktere sah.

Bei den großen Kissen blieb er jedoch einen Moment unschlüssig stehen. Sie waren cool, nicht zu kitschig, und sahen bequem aus; zumal er eh noch ein neues Zusatzkissen brauchte, nachdem sein eigenes beim letzten Umzug verloren gegangen war.

Er entschied sich schließlich für einen großen Ryan Kopf mit roten Bäckchen und stopfte es in den nun doch viel zu kleinen Korb; das Verhältnis von Warengröße zu Korbgröße war im Nachhinein wirklich mehr als lachhaft.

Eine Menschentraube aus giggelnden Schülerinnen drängte sich mit einem Mal an Sungjong vorbei und schob ihn weiter in Richtung Handyhüllen. "Elende Weiber..." murrte er und sah zu den Mädchen, die jetzt wie wild Fotos mit den Kissen machten und verglichen welches besser war. "Machen hier so einen Radau." Sungjong schüttelte genervt den Kopf und streifte weiter an den Auslagen entlang, fand aber nichts, dass ihn wirklich ansprach- oder das es in seinen Augen wert gewesen wäre zu kaufen.

Er kam schließlich wieder zum Eingang und nahm kurzerhand die Treppe in den zweiten Stock, wo es weiteres Merchandise zu kaufen gab. Hier gab es mehr Stationary Sachen wie Kochschürzen und Ofenhandschuhe, Schlafanzüge, sogar Schmuck gab es und Sungjong musste zugeben, dass dieser schon recht hübsch aussah.

Beim Plastikgeschirr, wohl für kleinere Kinder, blieb er einen Moment stehen und besah sich die einzelnen Teile, die als Sample bereits ausgepackt waren, einmal genauer - was nicht zuletzt dazu führte, dass die Mädchen in seiner Umgebung ihn kichernd beobachteten. Sungjong störte sich jedoch weniger daran und stellte die Sachen schließlich wieder zurück.

Fehlte nur noch das Café. An der Treppe nach oben befand sich jedoch der Hinweis, dass man seine Ware erst bezahlen müsste, ehe man weiter nach oben gehen durfte. "Ein bisschen paranoid, aber okay..." murrte Sungjong leise und stellte sich in die Schlange an der Kasse direkt neben der Treppe.

Er besah sich die Einkaufskörbe der, meist weiblichen, Kunden vor sich und sah dann auf seinen eigenen hinab. Das musste ein ziemlich lustiges Bild sein, wie er hier bloß mit einem Kissen stand und in den Körben vor und hinter ihm türmten sich nur so die Gegenstände; aber warum sollte man sich noch mehr kaufen, wenn einen nichts ansprach?

Als die Schlange an der Kasse sich auch Minuten später nicht wirklich bewegt hatte – sich wohl aber noch mehr Leute hinter ihm angestellt hatten-, lehnte Sungjong sich etwas zur Seite, um an den Wartenden vorbei zu sehen und nach dem Grund vorne an der Kasse zu suchen. Just in diesem Moment sah auch der Kassierer an der Kasse auf und begegnete Sungjongs Blick, lächelte kurz entschuldigend und sah wieder weg um die nächste Kundin zu bedienen.

Sungjong hingegen lehnte immer noch zur Seite und starrte wohl recht dümmlich auf die Stelle an der eben der Kassierer zu ihm gesehen hatte und ihm nun ein Rücken die Sicht versperrte. Wow... wenn dieses kurze, kleine Lächeln schon so umwerfend gewesen war, wie war denn dann-

"Ehy Kurzer! Du hälst die Schlange auf!" Eine Japanerin, direkt hinter Sungjong in der Schlange, riss ihn ziemlich unsanft aus seinen Gedanken und schob ihn weiter nach vorne, um die Lücke in der Warteschlange zu schließen.

Noch immer etwas in seinen Gedanken gefangen, fiel Sungjong erst einen Moment später eine passende Retour-Kutsche auf die Japanerin ein, beließ jedoch einfach dabei - auch wenn 'Kurzer' eher auf sie zutraf, denn sie war gut zwei Köpfe kleiner als er!

Sungjong zählte innerlich, wie lange es noch dauerte, bis er an die Kasse kommen würde und hielt aufgeregt die Luft an, als die Frau vor ihm bezahlte und er nun an der Reihe war.

Er stellte den Korb auf die kleine Ablage und setzte gerade an, um den Verkäufer zu begrüßen, als dieser sich kurz abwandte und mit einer Mitarbeiterin sprach. Sungjong atmete schnell ein paar Mal tief durch um sich zu beruhigen, denn nun da er an der Kasse stand, hatte er einen noch besseren Blick auf den Verkäufer. Er war groß, sogar ein Stück größer als Sungjong, schlank und soetwas wie trainiert – wenn Sungjong das durch das Sweatshirt richtig deutete - , hatte dunkelbraune Haare und ein doch recht markantes und männliches Gesicht; eigentlich genau so, wie Sungjong es mochte, denn alles in allem bildete der Mann vor ihm einen angenehmen Kontrast zu seinem eigenen, recht weichen Gesicht.

"Möchtest du eine Tüte?!" fragte der Verkäufer mit etwas Nachdruck und Sungjong keuchte erschrocken, dass er scheinbar erneut in Gedanken gewesen war, dass er nicht bemerkt hatte, dass sein netter Verkäufer zurück gekommen war. "N-Nein." Sungjong schüttelte mit roten Wangen den Kopf. Hoffentlich hatte er nicht zu offensichtlich gestarrt.

Sein Blick fiel, während sein Kissen von allen Seiten auf Fehler und Mängel geprüft und in die Kasse eingescannt wurde, auf das Namensschild seines Verkäufers.

Hoya, stand dort in etwas verspielter Schrift und Sungjong reagierte just in dem Moment, wie Hoya ihn ansprach und reichte ihm seine Karte. Dieser zog sie durch das Lesegerät und tippte etwas an seinem Kassenbildschirm, ehe er sie Sungjong zurück gab und ihm auch Kissen samt
Kassenzettel reichte. "Einen schönen Tag noch." verabschiedete Hoya sich, ohne groß auf Sungjong zu achten und wandte sich direkt der nächsten Kundin, der kleinen Japanerin, zu.
Sungjong stand für einen Moment wie bestellt und nicht abgeholt an der Kasse, ehe er sich eines besseren besann und fast schon panisch in Richtung Treppe und nach oben flüchtete.

Oben angekommen, suchte er sich einen noch wenigen freien Tisch am Geländer, von wo aus man dank der Glasscheiben einen wunderbaren Blick nach unten hatte, und sackte dort auf einen der Stühle. "Ganz toll gemacht, Jong. Blamier dich doch einfach mal bis auf die Knochen!" Frustriert und eine Spur sauer auf sich selbst, stopfte er seinen Rucksack, das Kissen und seine Jacke auf den dritten Stuhl am Tisch, der direkt am Geländer stand, um sich so den Tisch zu reservieren.

Murrend stand er auf und ging zur kleinen Theke, direkt gegenüber der Treppe, und besah sich die Auswahl. Viel war es nicht, aber mit Motiv Macarons, Cupcakes und Kuchen konnte man definitiv nichts falsch machen; und wenn man sich umsah, kamen die Sachen mehr als nur gut an.

Sungjong entschied sich für einen Vanille Frappe, einen APeach Strawberry Cupcake, sowie einen Muzi und APeach Macaron. Man nahm seine Bestellung auf und gab ihm einen der Ryan Buzzer, mit welchem Sungjong sich wieder an seinen Tisch setzte. Er stutzte, als er bemerkte, dass selbst der Buzzer zur Vorsicht vor 'versehentlicher Mitnahme', mit einem Magnetstreifen gesichert worden war.

Während er auf seine fertige Bestellung wartete, nutzte Sungjong den Moment und ergatterte sich eine der kleinen Ryan- Lampen, die hier und da auf den Tischen verteilt worden waren. Er musste zugeben, dass sie ja schon niedlich aussahen. "Vielleicht ergattere ich gleich noch eine." murmelte er mit einem Lächeln, denn die kleine Lampe hatte tatsächlich das gewisse Etwas.

Das plötzliche Brummen seines Buzzers ließ Sungjong mit einem Mal erschrocken zusammen fahren und er schnappte ihn schnell, um ihn zum Schweigen zu bringen.

Mit seinem fertigen Tablett wieder zurück am Tisch, machte Sungjong erst einmal Fotos von allem, und aus jedem Winkel, und postete zwei der Bilder direkt auf Instagram.
Dabei fiel sein Blick nach unten, auf die zweite Etage, wo Hoya gerade alleine an der Kasse stand. Er schien diesen Moment durchaus zu genießen und kümmerte sich in aller Ruhe darum, die zurückgenommenen Körbe wieder zurück an ihren Platz neben der Treppe zu bringen, Tüten wieder richtig zu sortieren und auch die Fächer in seiner Kasse zu sortieren oder auf zu füllen. Mit dieser Ruhe war es jedoch jäh vorbei, als ein weiterer Schwung Kunden die Kasse stürmte und Sungjong musste zugeben, dass Hoya ziemlich flink hinter seiner Kasse war; seine Kollegen waren da weit langsamer, wenn sie mal an der zweiten Kasse aushalfen, weil es mit nur einer doch noch zu wenig war.

 

Mit der Zeit, so merkte Sungjong, war seine Platzwahl wohl die beste gewesen. Er saß etwas in der Ecke und konnte sich in aller Ruhe das Treiben um sich herum beobachten - und nicht zuletzt Hoya, der nach wie vor an der Kasse stand. Ihm fiel auch erst später auf, dass es sogar eine kleine Terrasse gab, auf die man sich setzen konnte und das, da das Café in U-Form gebaut war, Sungjong auch unbehelligt die anderen Gäste beobachten konnte, ohne das es groß auffiel. Interessant zu sehen war, dass sogar Ausländer wie Europäer und Amerikaner in den Laden und auch das Café kamen.

 

Tbc...