Chapter Text
Status: Abgeschlossen
Update: Samstag
Paaring: Rain (19) x Phayu (24)
Namensbedeutung: Rain = Regen , Phayu = Sturm , Sky = Himmel , Prapai = Wind
TV-Serie: Love in the Air (Thailändische BL Serie)
Autor: Mame
Info: ♥♥♥ Erste Liebe ♥♥♥ Besitzergreifend ♥♥♥ Manipulation ♥♥♥
Die Geschichte und Charaktere gehören nicht mir, sondern der Autoren Mame. Es wird keine Gewalt oder Sexszenen geben, aber es wird intime Momente geben, da die Jungs keine Berührungsängste haben :)
Thailändische Wörter Aufgeschlüsselt:
Nong: Das Nong vor einem Namen, ist auch eine respektvolle Anrede, es steht aber auch für Nähe oder wenn man jemanden mag.
P: Das P (/Phi) vor einem Namen ist eine höfliche Anrede für eine ältere Person.
Khrab: Bedeutet Ja.
Krub: Eine höfliche Art, einen Satz zu beenden, wird von Männern verwendetet.
Fon: Alternativer Name für Regen.
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Nicht nur Regen, sondern ein rasender Sturm.
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[Wetteransage: Es regnet überall in Bangkok.
An alle Autofahrer da draußen, fahrt vorsichtig.
An diesem verregneten Tag, lasst uns
ein paar entspannende Love Songs hören.]
Eine sanfte Melodie wurde eingeläutet. Das Radio lief, während das schwarze Auto durch die Nacht fuhr. Es war 23 Uhr und Rain war wegen Arbeiten seines Architekturstudiums noch länger am Campus geblieben, ehe er nach Hause fuhr. Er summte zur Musik mit, und war froh, dass er wieder einen Tag geschafft hatte.
Rain erschreckte sich, als er ein dumpfes Geräusch hörte. Seine gute Laune und sein Lächeln verblasten und er murmelte verwirrt vor sich hin: „Was ist mit meinem Baby los?“
Etwas stimmte nicht und Rain fuhr vorsichtig nahe dem Straßenrand und hielt an.
„Mama! Papa! Was soll ich nur machen?“, fragte Rain zu niemand bestimmten im Auto. „Es regnet auch noch so stark. Verdammt, ich habe so ein Pech. Warum passiert das ausgerechnet mir?“ Rain schmollte heftig und kramte in seiner Tasche, die neben ihm auf dem Beifahrersitz lag, nach seinem Handy. „Verdammt. Was soll ich jetzt machen?“
Abgelenkt von seiner Suche, bemerkte Rain nicht, dass sich ein Sturm näherte.
Ein Motorrad hielt direkt neben ihm. Phayu trug schwarze Motorradkleidung und einen passenden dunklen Helm dazu. Nach einem kurzen Blick auf das Auto, konnte er erkennen, wo das Problem lag. Er streckte seine Hand zum Wagen aus und klopfte gegen die Scheibe.
„Huh? Was?“ Rain schreckte auf und sah sich um, nur um eine dunkle Gestalt am Fenster zu sehen, die ihm Handzeichen gab. Rain war immer noch verwirrt, aber er kurbelte das Fenster herunter, während der Motorradfahrer sein Visier vom Helm hochschob.
„Mach den Warnblinker an“, sagte Phayu an den Fahrer. „Ich schaue nach dem Reifen.“
„Wirklich?“, fragte Rain hoffnungsvoll. Mal ehrlich, es regnete in Strömen und er hatte keine Ahnung, was er jetzt machen sollte. Er würde jede Hilfe annehmen, die man ihm anbot.
„Ja, mach schon“, sagte Phayu und stellte das Motorrad hinter dem Auto ab, ehe er selbst abstieg.
Rain stellte den Warnblinker an, während Phayu zum hinteren Reifen ging, wo er sich hinhockte. Wie es aussah, war der Reifen platt und musste gewechselt werden.
„Hast du einen Wagenheber und ein Ersatzrad?“, fragte Phayu den Fahrer.
„Ja, im Kofferraum“, antwortete Rain.
Er machte Anstalten auszusteigen, doch sein Retter schüttelte nur den Kopf.
„Warte hier und mach das Fenster wieder zu, es regnet sehr stark“, sagte Phayu und besorgte sich alles, was er brauchte, ehe er sich an die Arbeit machte.
Phayu kam gut voran, doch da der Helm nur stören würde, legte er ihn auf den Ersatzreifen ab, der neben ihm lag, und machte sich dann an die Arbeit. Reifenwechseln war wirklich ein Kinderspiel. Selbst beim strömenden Regen, machte es ihm nichts aus.
Und dann schien der Regen auf einmal nachzulassen. Phayu sah auf, als er bemerkte, dass der Junge nicht länger im Auto saß, sondern nun neben ihm stand und ein Regenschirm hielt.
„Geh und warte im Auto, es regnet heftig“, sagte Phayu. „Ich kümmere mich darum.“
„Ich kann dir zwar nicht helfen, den Reifen zu wechseln, aber ich kann dich zumindest vor dem Regen beschützen“, sagte Rain und lächelte fröhlich.
Phayu war verwirrt, wegen dem Angebot. Er sah zurück zum Reifen, doch seine Neugierde war groß und er sah wieder zu dem Jungen auf. Wer würde freiwillig bei solch einem Mistwetter aussteigen und einen Regenschirm halten, um ihm vor Regen zu schützen? Und dann war da noch dieses unschuldige Lächeln, was Phayu nachdenklich stimmte.
„Kann ich dir sonst noch irgendwie helfen?“, fragte Rain
„Halte das mal für mich“, sagte Phayu und hielt seinen Helm hoch.
Wenigstens wurde dieser nicht weiter nass. Rain nahm den Helm und drückte ihn fest an seine Brust. Er stellte sich näher an den Fremden, um ihn so gut es ging, trocken zu halten.
Rain war fasziniert und neugierig zugleich. Er könnte keinen Reifen wechseln. Rain besaß das Auto erst seit drei Monaten und hatte sich nie wirklich damit beschäftigt. In einem Notfall, wie es heute der Fall war, könnte er sich nicht selber helfen. Und auch wenn diese Tatsache einen frustrieren sollte, lächelte Rain bloß und konnte seinen Blick nicht von dem geheimnisvollen und hilfsbereiten Motorradfahrer nehmen.
Die Zeit verging und Rain war beeindruckt, wie schnell und koordiniert der Reifenwechsel von statten ging. Im Gegensatz zum Fremden, hätte Rain es nicht hinbekommen.
„Danke“, sagte Rain, da sein Gegenüber fertig zu sein schien und nur noch die letzten Schrauben an der Radkappe nachzog. „Ich wüsste nicht, was ich ohne dich gemacht hätte.“
„Lern das wichtigste über Autos und fahr sie nicht nur“, antwortete Phayu und stand schließlich auf. Er legte den kaputten Reifen und den Wagenheber zurück in den Kofferraum. „Dann kannst du das nächste Mal selbst den Reifen wechseln.“ Rain folgte ihm mit seinem Regenschirm und passte auf, dass der Fremde weiterhin geschützt war. „Okay, ich bin fertig.“
Dann erst drehte sich Phayu zu dem Jungen um und senkte sein Halstuch und gab ein attraktives Gesicht preis. Rain war sprachlos, dass ihm der Mund offen stand. Sein Retter sah höllisch gut aus, er studierte dessen Gesicht, als würde er ein perfektes Kunstwerk betrachten. Er hatte lange dunkle Haare, zu einem kleinen Dutt gebunden. Seine dunklen Augen sahen Rain an, wie ein Raubtier seine Beute. Er hatte markante Gesichtszüge. Ein kleines Muttermal über der linken Seite seiner Lippe und er lächelte amüsiert, trotz dem Regen.
Rain konnte in dem Moment nur Denken, dass ihm ein attraktiver Mann auf einem Motorrad, beim strömenden Regen den Reifen gewechselt hatte… der Typ war so männlich, so cool.
„Bekomme ich meinen Helm wieder?“, fragte Phayu und löste nicht den Blickkontakt.
„Oh“, sagte Rain und hatte diesen vollkommen vergessen. Er reichte dem Fremden seinen Helm und als dieser ihn nahm, ließ Rain nicht los. Stattdessen war sein Mund schneller, als sein Hirn und er sagte breit lächelnd: „Du siehst so gut aus.“ Er erschreckte sich kurz selbst, dass er es laut gesagt hatte. „Warte, ich meine…“
Verdammt, Rain vermasselte es gerade hier und er war so schüchtern und warum zum Teufel machte er einem anderen Kerl ein Kompliment? Rain war so durcheinander.
„Danke für das Kompliment“, sagte Phayu und sah den Jungen vor sich an. Sein Blick landete wieder auf seinem Gesicht, mit seinen sanften Zügen und offensichtlichen Naivität. Er strahlte wie ein glücklicher Welpe, obwohl es um sie herum heftig regnete. „Den hätte ich gerne wieder“, meinte Phayu und nahm seinen Helm zurück. Rain nickte heftig und ließ den Helm endlich los. „Sei in Zukunft vorsichtig, wenn du fährst, nicht dass wieder ein Reifen platzt“, sagte Phayu. „Geh jetzt, nicht dass du noch krank wirst, weil du so lange im Regen stehst.“
Rain nickte brav und lächelte den Fremden an. Der Typ war wirklich nett gewesen.
„Mach schon, ich will auch nach Hause“, sagte Phayu.
„Okay, und Danke noch mal“, sagte Rain mit einem strahlendem Lächeln.
Er wich langsam zurück, unsicher, ob er für seinen geheimnisvollen Retter noch etwas tun konnte, doch entschied, dass das nicht der Fall war. Rain konnte ihm nur helfen, indem er nach Hause fuhr und ihm keine weiteren Schwierigkeiten bereitete.
Phayu war erst zufrieden, als der Junge eingestiegen war, dann setzte er seinen Helm auf.
„So verdammt cool“, sagte Rain aufgeregt und beobachtete den Fremden.
Phayu ging zu seinem Motorrad, doch machte er keine Anstalten, aufzusitzen. Er beobachtete das Auto vor sich, sein Blick war intensiv und nachdenklich.
Rain konnte bei der Entfernung, dem dunklen Licht und dem starken Regen nicht wirklich etwas erkennen. Alles was er wusste war, dass er dem geheimnisvollen Fremden sehr Dankbar war. Diese Nacht würde von jetzt an immer etwas Besonderes für ihn sein.
Mit einem Lächeln startete Rain das Auto und fuhr los.
In dieser Nacht war der Sturm (Phayu) das erste Mal auf den Regen (Rain) getroffen.
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„Als er gesehen hat, dass ich losfahre, ist er auch weitergefahren“, sagte Rain aufgeregt.
Es war ein paar Tage später an der Universität und sie waren in ihrem Klassenzimmer. Es war Pause und Rain musste mit jemanden reden. Sky war sein bester Freund, also war es seine Pflicht, Rain zuzuhören. Obwohl es nur eine kurze Begegnung war, war sie für Rain zu etwas sehr wichtigem geworden. Es gab so viel zu erzählen.
„Ich dachte schon, das wäre mein Ende gewesen“, berichtete Rain weiter. „Er ist nicht nur nett, sondern auch wahnsinnig geschickt. Und er ist so…“
Sky hörte seinem besten Freund zu und gähnte bei der Geschichte. Um sie abzukürzen, warf er ein: „Zum sterben gutaussehend, dass er selbst Engel zum weinen bringt, richtig?“
„Woher weißt du das?“, fragte Rain.
„Weil es das dritte Mal ist, dass du mir diese Geschichte erzählst“, bemerkte Sky trocken.
„Kannst du mir nicht einfach zuhören, wenn ich dir was erzähle?“, beschwerte sich Rain.
„Hey, merkst du eigentlich, wie nervig du bist?“, erwiderte Sky unberührt.
„Und weißt du, dass du herzlos bist? Du willst mir ja nicht mal zuhören.“
„Nein, will ich nicht. Es kümmert mich auch nicht.“
„Hör mir doch zu“, bat Rain und griff sogar nach Skys Arm. Sky wimmelte ihn ab und konzentrierte sich lieber auf sein Handy. „Okay, auf die Tour willst du es“, flüsterte Rain.
Er hatte sein Ziel anvisiert und versuchte Sky das Handy wegzunehmen, doch sein Freund war zu gerissen und zu flink, als das sein Plan aufging. Rain lächelte harmlos und Sky imitierte ihn. Er sah wissentlich zu dem aufgeregten Welpen neben sich, den er seinen besten Freund nannte und fragte: „Wolltest du mir mein Telefon wegnehmen?“
Rain schmollte, da er so von Sky abgewiesen wurde und sagte: „Du bist fies.“
„Ja, das bin ich“, stimmte Sky ohne Umschweife zu. „Und weißt du was? Ich weiß jetzt auch, warum so ein gutaussehender Typ wie du“, sagte Sky mit einschmeichelnder Stimme, während Rain immer breiter grinste, schüchtern wurde und rot anlief, aber er seinem Freund zustimmen musste, denn Rain war gutaussehend, „kein Mädchen abkriegt.“
Augenblicklich verschwand Rains gute Stimmung und er fluchte: „Du bist der Schlimmste.“
„Ich sage nur die Wahrheit“, sagte Sky die Ruhe in Person.
„Hey, über was redet ihr?“, frage Ple und trat zu ihnen an den Tisch.
Augenblicklich wurde Rain schüchtern, da sein Schwarm ihm so nahe war. Er mochte Ple seit dem Tag an, an dem er auf die Uni ging und sie das erste Mal auf dem Gelände sah. Das Schicksal hatte es gut gemeint, da sie sich eine Klasse teilten, und er sie oft sehen konnte.
Rain prüfte, ob er passabel genug für sie aussah, richtete schnell sein Haar und drehte sich dann zu ihr um. Er fragte aufgeregt: „Kann ich was für dich tun, Ple?“
„Du nicht, aber Sky“, sagte Ple und wandte sich direkt an seinen Freund.
„Ihr habt was miteinander?“, beschuldigte Rain beleidigt seinen Freund und sah ihn böse an. „Hinter meinem Rücken?“
„So was mache ich nicht, bist du irre?“, erwiderte Sky. „Also, was möchtest du?“
„Es geht um die Klassen Aktivitäten nächsten Monat“, sagte Ple. „Hast du die Formulare?“
„Formulare?“ Sky überlegte. „Oh, ja, die habe ich. Ich habe mich letzten Monat mit P’Phayu getroffen und ihn darum gebeten.“
„Du hast P’Phayu getroffen? Hat der nicht schon seinen Abschluss gemacht?“, fragte Ple und war ganz aus dem Häuschen. Sie stürmte sogar die wenigen paar Schritte zu Skys Tisch und kam ihm nahe. Ihr Herz setzte fast aus, als sie den berüchtigten Namen hörte. „Er war hier? Wie hast du ihn kennengelernt? Wie war er so und…?“
„Zu nah“, ging Rain dazwischen, da ihm das Bild nicht gefiel. „Haltet etwas Abstand.“
„Es tut mir Leid“, sagte Ple, aber ihr Blick blieb auf Sky geheftet. „Also, wie hast du ihn kennengelernt?“
„Wer ist P’Phayu?“, fragte Rain neugierig und mochte es nicht, ausgeschlossen zu werden.
„Du kennst ihn nicht?“, fragte Sky seinerseits.
„Du kennst P’Phayu nicht?“, fragte auch Ple ungläubig. „Den P’Phayu?“
„P’Phayu?“ Rain war wirklich überfragt. Er kratzte sich den Hinterkopf und überlegte.
„Er ist derjenige, über den die Professoren so oft reden. Alle älteren Studenten kennen ihn“, erklärte Ple. „Er hat viele Design Preise gewonnen. Er hat auch den zweiten Platz beim Weltweiten Wettbewerb abgeschnitten. Aber am wichtigsten…“
„Am wichtigsten?“, wiederholte Rain neugierig.
„P’Phayu ist extrem gutaussehend“, sagte Ple unverständlich, da es eine Tatsache war, die eigentlich jeder wissen sollte, der hier auf die Universität ging.
„Er war drei Jahre hintereinander unser Fakultätsvorsteher“, erklärte Sky weiter. „Er hatte nur Einser in allen Arbeiten. Er ist der Beste.“
Rain kam mit der Fülle an Informationen nicht richtig nach, und überhaupt, war der Typ wirklich so toll? Er wollte schon ansetzen zu fragen, doch ein Räuspern hielt ihn auf.
Die Professorin stand hinter ihnen und fragte genervt: „Wie viele Aufgaben wollt ihr heute von mir bekommen? Zehn?“
„Äh… zwei, Frau Lehrerin?“, fragte Rain und sah sie lächelnd an.
„Dann vier“, entschied die Professorin.
„Aber…“, beschwerte sich Rain.
„Fünf.“
Rain setzte an, sich erneut zu beschweren, als Sky seine Hand auf den Mund seines besten Freundes klatschte. Er würde nicht zulassen, dass ihnen mehr Aufgaben aufgebrummt wurden, nur weil Rain sich nie die Zeit nahm, nachzudenken, bevor er sprach.
„Fünf, Frau Lehrerin“, sagte Sky höflich und lächelte übertrieben.
„Wir reden später weiter“, sagte Ple und ging erst einmal auf ihren Platz.
Rain schmollte. Zusätzlich zu den vielen Hausaufgaben, musste er sich auch noch anhören, wie sein heimlicher Schwarm über einen anderen Typen redete. Dieser verdammte P’Phayu.
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Es war Mittagspause und sie saßen in der Mensa und führten das Gespräch weiter.
„P’Phayu ist gutaussehend, ein exzellenter Student und ein Fakultätsgott. Dazu noch supernett“, schwärmte Ple. „Mein Bruder ist sein leidenschaftlicher Verehrer. Ich habe mich für diese Uni entschieden, weil mein Bruder mir von ihm erzählt hat. Es ist eine Schande, dass er seinen Abschluss gemacht hatte, als ich gerade an die Uni kam. Ich habe gehört, seiner Familie gehört ein Unternehmen. Aber niemand weiß, was für eines. Ich bin so neugierig. Aber dieser Typ, der Geheimnisse hat, hat einen gewissen Charme. Denk darüber nach Rain. Mein Bruder lobt sonst selten jemand. Aber P’Phayu hat er vom ersten Tag an gelobt.“
„Ist dein Bruder schwul, oder warum mag er P’Phayu so sehr?“, murrte Rain beleidigt und schmollte, während er seine Nudeln aß. Mal wieder war sein Mund schneller, als er darüber nachdenken konnte, und es wurde still am Tisch.
„Wenn er schwul ist, dann bist du es auch“, warf Sky ein. „Du hast heute deinen Motorrad Helfer auch angehimmelt.“
„Ich verehre ihn nur“, sagte Rain.
„Wir verehren P‘Phayu auch“, erwiderte Sky. „Ignorier ihn einfach, Ple. Er ist in letzter Zeit sehr scharfzüngig.“
„Es stört mich nicht, wenn er schlecht über meinen Bruder, P’Som redet“, sagte Ple kühl. „Aber er tut so, als wäre es etwas Schlechtes, schwul zu sein. Das mag ich nicht.“
Rain bemerkte erst jetzt seinen Fehler und dass das nicht seine Absicht war.
„Sky, schick mir die Formulare, wenn du sie hast. Ich muss los“, sagte Ple.
Sie würdigte Rain nicht eines Blickes, als sie aufstand und ging.
„Ple“, sagte Rain und sah ihr traurig nach. Er wandte sich an Sky und versuchte sich zu erklären: „Ich denke nicht, dass schwul sein etwas schlechtes ist. Ich habe nur…“
„Geredet ohne nachzudenken.“ Sky verstand es, er kannte seinen Freund zu gut. „Ich habe drei Wörter für dich: Du wurdest abserviert.“
„Noch nicht“, sagte Rain stur. „Ich bin immer noch hinter ihr her.“
„Und das läuft auch so gut“, murmelte Sky.
„Abserviert, von wegen, wir sind immer noch dabei, uns kennenzulernen“, sagte Rain und sah schmollend auf sein Teller. Das war nicht fair, es war ein Missverständnis gewesen.
Und überhaupt, warum musste er mit jemanden um das Mädchen kämpfen, den er noch nicht einmal kannte?
P’Phayu sah nicht mal so gut aus, wie sein Motorrad Held von neulich.
Rain entschied sich, dass er P’Phayu nicht mögen würde.
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„Ple, brauchst du Hilfe?“, fragte Rain.
„Schon gut, kümmeree dich um deine Arbeit“, wies sie ihn mit einem Lächeln ab.
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„Ple, lass mich das für dich tragen, okay?“
„Schon gut, es ist nicht so schwer.“
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„Willst du was essen gehen? Wie wäre es mit Bingsu in deinem Lieblings Café?“
(*Bingus: Dessert aus koreanischer Küche)
„Rain.“
„Ja?“
„Ich habe schon gegessen.“
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Rains Mission, sich besser mit Ple zu verstehen und ihr zu zeigen, was für ein toller Typ er war, war komplett gescheitert. Konnte der Tag noch schlimmer werden?
