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Richtige Entscheidung?

Summary:

Shikamaru wird sich seiner Gefühle bewusst. Dachte er doch lange, dass es die Sunanin Temari sei, doch muss er feststellen, das sein optischer Typ scheinbar das genaue Gegenteil ist.

Notes:

Diese Geschichte entstand in Zuge eiens Projektes auf Wattpad

Work Text:

"Ahh!" hektisch setzte ich mich in meinem Bett auf.

Schon wieder ein Traum 'dieser Art' "Das wird hoffentlich nicht zur Gewohnheit.", faselte ich noch völlig durcheinander vor mich hin.

 

Mein Traum war... Naja also... Er war heiß.

Aber ich liebte diese Person nicht, das war nicht möglich.

Immerhin hatte ich mich schon vor geraumer Zeit in die Sunanin Temari verguckt. Aber sollte ich mich jetzt in ihn...

 

Frustriert und verwirrt, raufte ich mir die Haare.

Konnte ich meinen Vater um Rat fragen? Mutter wäre die Letzte, der ich diese Träume auf die Nase binden würde. Immerhin handelten sie von einem Mann.

 

Ich legte mich langsam wieder zurück in meine Kissen. Schlafen wollte ich nicht. Zu groß war die Angst davor, wieder einen derartig verwirrenden Traum zu haben. Kurz um, sah ich nochmal auf die Uhr. 

1 Uhr morgens.

Die Aussicht jetzt noch 5 Stunden vor mich hinzugrübeln, ließ mich aufstöhnen. 

In solchen Fällen musste ich wohl zu härteren Mitteln greifen. Ich zog mir schnell Klamotten über und schlich mich zum Yamanaka Anwesen.

Wenn jemand Rat in so einem Fall wusste dann ja wohl Ino. Um ihre Verschwiegenheit machte ich mir auch keine Sorgen. 

Sie war meine beste Freundin und sah mich wohl leider wie ihren kleinen Bruder. Dabei war ich einen Tag älter als sie!

 

Am Fenster der Blonden angelangt, klopfte ich gegen die Scheibe, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Da regte sich auch schon was und oh schreck, ich hätte doch bis morgen warten sollen. Die Frau sah gar nicht begeistert aus mich jetzt hier zu sehen...

 

"Shikamaru bist du nicht ganz richtig? Hast du mal auf die Uhr geguckt?!", wäre es nicht mitten in der Nacht, hätte sie wohl das halbe Dorf zusammengeschrien. So musste ich ihre ganze Wut alleine auf mich bürden.

"Ino, mach doch mal halblang. Es hat immerhin einen Grund, dass ich hier bin", gespielt genervt verdrehte ich meine Augen.

Sie wusste wann ich wirklich genervt von ihrem Gehabe war. Genauso wusste sie wenn es mir ernst war, das war es und wie gesagt, schwankte ihre Ungehaltenheit sofort zu Sorge. Was einerseits wirklich lästig war, immerhin empfand ich es als unnötig sich solche Sorgen zu machen.

Andererseits war ich ihr dankbar, denn ich wusste, dass egal was kommt sie mir wenigstens erstmal zuhört, bevor sie mich zusammen staucht.

 

"Ino, ich h-hab" ich brach ab, mir wurde plötzlich alles zu viel. Was sollte ich tun, wenn ich wirklich in ihn verliebt war? Immerhin ist er wie mein bester Freund.

Langsam wurden meine Augen wässrig, was ich versuchte zurück zuhalten. Ich will doch der jenige sein, der allen eine starke Schulter bieten kann. Der einzige Mensch den ich um Rat fragen kann ist nunmal Ino, aber selbst vor ihr wollte ich mir nicht die Blöße geben und in Tränen ausbrechen. Gerade vor ihr.

 

Wenn einer wusste wie sensibel dieser taffe Mensch war, dann ja wohl ich!

 

Ino zog mich schnell rein und in eine tiefe Umarmung. Keine die Trost spenden sollte, eher diente sie mir mich zu sammeln und mich vor Blicken zu schützen. Ich liebte diese Frau einfach dafür.

 

Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, sagte sie: "Ich weiß, dass du nicht schwach sein willst, aber friss nicht alles in dich rein. Du hast Gefühle wie jeder andere auch, auch wenn du das nicht wahrhaben willst. Shikamaru und du weißt, dass egal was ist, ich dir immer zuhören werde."

Das war nicht einfach daher gesagt, was sie da sagte war ein Versprechen. Ein Versprechen, das ich nun in Anspruch nehmen will.

"Ino, wegen Gefühlen bin ich hier." verwundert und neugierig sah mich die junge Frau an. "Naja also, ich hab seit einiger Zeit so Träume und... Also ich weiß nicht ob das überhaupt geht! Ich mein in meinen Träumen liebe ich einen Mann! Das geht doch nicht, ich mein Mann und Frau..." "Shikamaru" Ino unterbrach mich, selbst ohne zu schreien, sprühte ihre Stimme Dominanz aus. "Du willst mir sagen, dass du Fantasien mit einem Mann hast, ja? Die dir gefallen? Und jetzt bist du hier, weil du nicht weißt, ob das richtig ist?" getroffen nickte ich. Sie seufzte, wohl auch um Zeit zu schinden und nachzudenken. "Ist es Sensei Asuma?" verkrampft brachte ich nur ein kleines Nicken zustande. "Dann sollten wir bevor du es ihm sagst herausfinden, ob da wirklich was dran ist an deinen Träumen, oder? Ich lass mir was einfallen Shika. 

Geh nach Hause und ruh dich noch etwas aus." liebevoll strich sie mir über den Kopf. Dankend und trotzdem unsicher lächelte ich ihr zu: "Das ist kein Problem für dich oder? Wir sind immer noch Freunde richtig?" geschockt sah meine Freundin mich an, ich wusste ich hatte was ziemlich Dummes gesagt. "Tickst du eigentlich noch ganz sauber? Natürlich! Ich hab dir meine Hilfe angeboten, so schnell wirst du mich nicht los Freundchen" spielerisch boxte sie mir gegen die Schulter. "Geh nach Hause Shikamaru, es war ein langer Tag für uns alle und wir haben morgen viel vor." 

Wie konnte ein Mensch nur so fantastisch sein?

 

====

Worauf hab ich mich da eingelassen?

 

Am nächsten Morgen, war ich übermüdet. Nur mit Mühe konnte ich meine Augen offen halten.

Doch Team 10 hatte eine kleine Mission, zu der wir bald aufbrechen wollen. So blieb mir gar nichts anderes übrig als mich aus dem Bett zu kämpfen und mich auf den Weg zu machen.

 

Ich machte mir Gedanken darum, wie ich Asuma am besten aus dem Weg gehen sollte. Ich wollte unsere Freundschaft nicht aufs Spiel setzen. Immerhin ist er der jenige, der mich am besten kennt. Nicht so gut wie Ino und Chouji keine Frage, aber eben anders. 

 

Die Frage bleibt nur wer mit mir dann unterwegs Shogi spielen würde. Ino war da raus, sie verdrehte ja schon die Augen wenn mein Sensei nur das Spiel auspacken will.

Und Chouji? Naja der war da auch nicht viel besser.

 

Langsam aber sicher machte ich mich auf den Weg zum Tor. Ich war der Letzte, Asuma warf mir einen Blick zu den ich nicht deuten konnte. Aber ich würde mich dieses Mal eh von ihm fern halten solange es geht.

 

Wir brachen auf, nachdem wir erfuhren was unsere Mission denn genau war. 

Wir hatten lediglich einen wichtigeren Botengang. Es gab Unruhen an der Naruto-Brücke. Irgendwer schien sich diese zueigen machen zu wollen. Das konnten wir natürlich nicht zulassen und so mussten wir wohl oder übel ins Wellenreich reisen und intervenieren.

 

Die erste Etappe versuchte ich mich an Chouji zu halten, aber der unterhielt sich so inbrünstig mit Ino, das mich beide nicht zu bemerken schienen. 

Leise seufzend ließ ich mich ein Stück hinter die beiden fallen, in der Hoffnung Asuma würde mir keine Gesellschaft leisten wollen.

 

Diesmal wurde ich noch verschont und so lief ich die meiste Zeit alleine den Weg entlang und kickte einige Steine vor mir her.

 

Bei unserem ersten Stop wurde mir das Herz etwas schwer, jetzt würde ich normalerweise mit Asuma Shogi spielen, aber das traute ich mich einfach nicht. Nicht wenn ich ihm gegenüber solche Gedanken hegte. Mein Kopf dachte ständig an ihn. Wenn ich nichts dachte, dachte ich an ihn, ganz natürlich und einerseits gefiel mir das. Er sah gut aus, hatte einen angenehmen Eigengeruch und war nicht auf den Kopf gefallen. Auf der anderen Seite waren da aber Gedanken, dass er sich von mir Distanzieren würde, dass ihn der Gedanke ich könnte ihn lieben, abschrecken würde. Zumal ich rund 15 Jahre jünger war als der Jonin. 

 

Wir bauten unser Lager geschützt auf einer kleinen Lichtung im Wald auf. Chouji sammelte schon Steine, um das Lagerfeuer einzugrenzen und Ino schliff mich mit sich mit.

"Ich hab einen Plan! Jedoch werde ich dich in diesen nicht einweihen. 1. würdest du ihn doof finden 2. würdest du beim Ausführen alles durchdenken und verhunzen, kleiner Holzkopf." schelmisch verschränkte die Frau ihre Arme hinter dem Rücken lehnte sich etwas vor und zu mir und sah mich an, "Vertrau mir Shika, ich würde dich nie ins Messer laufen lassen, wenn es sich verhindern lässt" Ich glaubte ihr. Ich hatte keinen Grund ihr nicht zu glauben. Und wieder merkte die junge Frau, dass ich trotz allem unsicher war. So lief sie ein paar Schritte vor mich, drehte sich um, sodass ich halten musste und zog mich diesmal Kraftspendend in ihre Arme. "Ino? Ich hab dich lieb" "Ich dich auch Shikamaru, wir kriegen das alles hin. Sollst mal sehen. Vielleicht wird es nicht so wie du es dir vorstellst, aber ihr werdet am Ende des Tages Shogi spielen und gemütlich beisammen sitzen okay?" 

"Ich nehm dich beim Wort, du doofe Kuh" triezend piekste ich in ihre Seiten, sodass sie kichernd und quietschend versuchte vor mir wegzurennen.

 

Uns gut gelaunt unterhaltend, sammelten wir einiges an Brennholz. Gerade als ich Ino erzählte, dass es mir zuschaffen machte nicht mit unserem Sensei wie gewohnt beisammen zusitzen und still in die Gegend zu gucken, kam Chouji aus dem nächsten Busch.

 

"Oi Shika, Ino worüber redet ihr?"

Panisch sah ich zu Ino, sollte ich ihm von meiner ausgereiften Schwärmerei über Asuma erzählen? Sicher wäre er die andere Anlaufstelle, hätte Ino nicht gekonnt, aber bei ihm fiel es mir immer schwerer mich zu öffnen. Vielleicht auch, weil ich wusste wie verdammt stark Chouji war. Ich hatte ihn schon oft verzweifelt oder weinen sehen, aber ich hatte nie den Gedanken, dass er schwach ist. 

Doch Ino gab mir mit einem kurzen Nicken zu verstehen, dass ich es ihm ruhig erzählen sollte. Vermutlich war das ganze eh von ihr von langer Hand geplant, diese verdammte Hexe.

 

Tief atmete ich ein: "Wir reden gerade darüber ob, wann und wie ich Asuma sagen soll das ich ihn mag mag." "Oh" Wird mich mein bester Freund jetzt meiden? Ich war mit dem allen so überfordert und unsicher.

"Ino hat doch bestimmt schon einen Plan", grinste der Akimichi das Mädchen an, "und ich werde sie so gut wie möglich unterstützen und dich natürlich auch Shikamaru" er blinzelte mir zu und ich entspannte mich wieder.

 

"Hab ichs dir nicht gesagt?" stupste Ino mich da an. Genervt verdrehte ich die Augen und grummelte ein: "Ja hast du"

 

Kichernd schloss sie zu unserem lang haarigen Freund auf, hakte sich bei ihm ein und erzählte ihm scheinbar von ihrem ach so genialen Plan. Ich blieb mal wieder hinter ihnen alleine.

 

Das Nachtlager war aufgebaut und für genügend Brennholz für die Nacht war auch gesorgt. Wir saßen gerade alle am Feuer wobei Ino und Chouji zusammen saßen und tuschelten und ich fühlte mich etwas einsam. Asuma saß mir gegenüber, was mir die Chance gab ihn immer wieder zu beobachten, aber ich traute mich nicht mit ihm zu reden. Auf dem Weg zu unserer Lichtung waren meine beiden Freunde für einen kurzen Moment verschwunden. Ich weiß nicht wohin sie gingen, aber da sie kurz danach wieder in Sichtweite waren, schenkte ich diesem Umstand wenig Beachtung. 

 

Asuma räusperte sich, was mich aufschrecken ließ, ich sah zu unserem Sensei und bemerkte wie angespannt er aussah. Hatten die anderen beiden damit zu tun?

Plötzlich sah Asuma zu mir herüber, lächelte, stand auf und gab mir einen Wink mit dem Arm. Warum soll ich ihm jetzt folgen? Für was?

 

==

 

"Shikamaru, was ist los? Du bist abweisender als sonst und gehst mir offenbar aus dem Weg. Ino meinte, ich sollte vielleicht einmal mit dir reden." gutmütig sah der Mann vor mir mich an, mir währenddessen gingen fast die Gedanken durch und mein Herz raste auf Topgeschwindigkeit. Meine Kurzatmigkeit schien dann auch ihm aufzufallen: "Geht es dir nicht gut? Shika rede mit mir", der verzweifelte Ton bei diesem meist doch so selbstbewussten Mann stach mir ins Herz. So zwang ich mich, ihm wenigstens jetzt zu antworten "Mir geht es gut Sensei, vielleicht hab ich mir eine kleine Erkältung eingefangen oder so" resigniert seufzte er und sah mich wieder an: "Wenn ich etwas für dich tun kann sag mir bescheid. Ich bin dein Freund und will dir Rat geben, wenn du ihn benötigst."

In meinen Gedanken bildete sich eine dumme Idee.

Sollte ich ihn indirekt fragen, was er in meiner Situation tun würde?

"Naja ich mache mir Gedanken über jemanden aus meinem Clan. Sie ist in ihren Sensei verliebt und weiß nicht, ob es in Ordnung ist. Immerhin naja ist sie jünger als dieser und ach ich weiß nicht. Es beschäftigt mich einfach." mein Herz lief auf Hochtouren. Was würde er mir raten? Würde er mir etwas anderes sagen, wüsste er das mein Clanmitglied ich bin?

 

Der Dunkelhaarige starrte in die Leere "Das ist eine interessante Frage. Aber ich denke, dass es anfänglich zu vielen Missverständnissen von außen kommen könnte, mal abgesehen von den vielen Kommentaren." "Und was würdest du machen, wenn sie das gleiche Geschlecht haben?" mein Körper war zum reißen gespannt. Ich hatte riesige Angst vor der Antwort. Und doch konnte ich mich nicht aus dem Ganzen flüchten. Mein Körper war erstarrt. 

Wieder entstand eine Stille zwischen uns.

"Dann würde ich genauso handeln" mehr sagte er nicht. Doch zeugte sein Blick von Mitleid und Unsicherheit. Warum?

"Warum guckst du so Asuma?" ein kleines freudloses Lachen kam ihm über die Lippen "Naja das ändert nichts daran wie sie handeln sollte, aber es wird mehr geredet werden. Hier sollte sie sich wohl sicher sein, dass sie guten Rückhalt erhält oder damit umgehen kann.

Verunsichert nickte ich. "Reicht der Rückhalt ihres Senseis denn nicht aus?" er schmunzelte, ich musste auf ihn gerade sehr unbeholfen wirken, sonst stellte ich ihm ja auch nicht so viele Fragen, sondern im Gegenteil belehrte ihn oft sogar, ein Glück nimmt er mir das nicht übel...

"Das ist nicht so einfach. Es ist eine Sache einige Leute über sich flüstern zu hören, aber eine andere vielleicht sogar seine Familie gegen sich aufzubringen. In dem Falle wäre es wohl schwieriger. Oder was denkst du?" stumm sah ich auf das Gras vor meinen Füßen und nickte. 

 

Was soll ich nur machen?

Schnell verbeugte ich mich vor ihm "Danke für deinen Rat!" mit diesen Worten stiefelte ich schnell zu meinen Freunden. Ich brauchte jetzt ihre mentale Unterstützung. Ohne Worte schmiss ich mich in die Arme Inos. Ich spürte ihren verwirrten und gleichsam besorgten Blick zu Chouji, dann nahm sie mich einfach fest in den Arm, unser Freund schloss sich dem an und schenkte mir genauso Beistand wie die Blonde. 

Da passierte es. Nach mehreren Jahren, flossen wieder Tränen über meine Wangen. Stumm schluchzte ich in Inos Schulter und nahm die Zuneigung der Beiden in mich auf. 

 

"Was ist hier denn los? Shikamaru! Hey alles ist gut, ich bin da" ich sah einen Augenblick zu dem Mann und sah in seinen Augen Tränen. Er machte sich solche Sorgen um mich.

Schnell vergrub ich mein Gesicht wieder in Inos Brust.

"Asuma? Rede mit ihm, aber bitte sei vorsichtig." Ich konnte mir vorstellen das Chouji ihm jetzt einen warnenden Blick zuwarf. Ich hatte tolle Freunde, aber gleichzeitig wollten sie mich Asuma quasi zum Fraß vorwerfen. Tief sog ich nochmal den vertrauten Geruch Inos ein und löste mich von ihr.

"Asuma? Ich denke ich brauche etwas Ruhe."

Was meine Forderung für Folgen hatte, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht absehen.

 

=====

 

Nachdem wir tatsächlich am nächsten Tag das Team, dass uns ablösen sollte, empfingen, machten wir uns zügig auf den Heimweg. Meine Nerven lagen blank. Nicht nur, hatte ich Asuma erstmal einen Riegel vorgeschoben, nein, auch die Last mein Dorf im Stich gelassen zuhaben nagte stark an mir. 

Gerade versteckte ich mich vor der Welt in meinem Zimmer. Um mich herum lagen Flaschen und Geschirr. Ich konnte mich gerade dazu aufraffen mein Zimmer zu lüften.

Mir ging es rattig, seit ich diesen Mist von mir gegeben hatte. Chouji und Ino kamen ab und an vorbei, aber ich redete kaum mit ihnen. Mir fehlte die Kraft. 

Meine Eltern bemerkten natürlich meine Wesensänderung und da Mutter das nicht auf sich sitzen lassen wollte, schickte sie meinen Vater vor.

 

An dem Tag klopfte er zögerlich an meine Tür.

"Shikamaru? Darf ich reinkommen?" 

Ein protestierendes Grummeln verließ meine Kehle. 

"Egal was das jetzt bedeuten sollte ich werde mich nicht gegen deine Mutter auflehnen. Ich komme jetzt rein."

Er sah sich um, entdeckte mich, kam zu mir und setzte sich an meine Seite.

"Mein Junge. Wer hat dir so wehgetan, dass du seit Tagen dein Zimmer nicht verlässt?", ich schniefte. Noch nicht bereit ihm von meiner Misere zu erzählen. "Weißt du, als deine Großeltern starben, hat es mir sehr geholfen mit deinem Onkel zu reden. Es fiel mir so unfassbar schwer und als ich alles losgeworden bin, hab ich mich erleichtert gefühlt. Ich konnte meine Gedanken ordnen und mich wieder auf mich konzentrieren. Wenn du noch nicht soweit bist, ist das okay. Ich will nur das es dir gut geht.", mit diesen Worten stand er auf und war im Inbegriff mein Zimmer zu verlassen. "Papa? Ich... weiß einfach nicht, ob ihr mich danach hassen werdet oder der Clan oder das ganze Dorf oder-" "NIEMAND wird dich hassen! Am wenigsten ich." Vater sah mich sicher an und ich war froh, dass er mein Selbstmitleidsgerede unterbrach.

Tief atmete ich nochmal durch: "Ich werde es dir erzählen, aber sag es bitte nicht Mama oder sonst irgendwem. Ich bin noch zu unsicher.", ich lachte freudlos auf, "oh man wie uncool ich gerade wirken muss." 

Mein Vater ließ das unkommentiert und setzte sich still neben mich. "Ich- Naja ich denke ich bin verliebt" der erste unmöglich scheinende Teil war geschafft. Irgendwie hielt ich es für ein Ding der Unmöglichkeit mich zu Verlieben. Im Allgemeinen. Zurecht gab mir mein Vater einen leicht verwirrten Blick, so schlimm ist das immerhin ja nicht "Naja das Problem ist, dass ich also...hmm naja ich denke, ich bin mir nicht sicher, aber Asuma." unverständliche Sätze brabbelte ich, hoffte das er sie verstand ohne sie zu verstehen. "Oh" ich zog meine Beine unsicher nah an meinen Körper und umschlang sie. "Das ist einiges" ein kleines amüsiertes Lachen verließ seine Lippen. "Ich bin ehrlich, das schulde ich dir nach dieser Offenbarung, ich finde es nicht gut.", mein Herz blieb stehen, Tränen schossen mir in die Augen, die ich doch vermeiden wollte. Jetzt wars das. Mein wichtigstes familiäres Rückgrat brach ab. Asuma hatte recht. "Ich werde dich dennoch unterstützen. Gib mir bitte nur etwas Zeit mit dem Gedanken fertig zu werden in Ordnung? 

Ich kenne Asuma, er ist ein guter Mann das ist das kleinste Problem. Aber wehe ihm er bricht dir dein Herz.", ungläubig über seine Worte sah ich ihn an. Das wars? Keine Enterbung, keine nötige Flucht aus dem Dorf?

"Wenn du willst, dass ich das deiner Mutter erzähle, musst du dich etwas gedulden, bis ich einen sicheren Weg gefunden habe wie. Aber auch sie wird nur dein bestes wollen."

Perplex nickte ich. 

Eine Last fiel von mir und ich konnte freier atmen. 

 

====

 

"DU HAST WAS? Wie hat er reagiert?"

gespannt sah Ino mich an. 

Wir saßen in ihrem Zimmer und ich erzählte von dem vergangenen Ereignis. 

"Naja, ich denke wirklich glücklich darüber war er nicht, aber er war froh, dass es Asuma ist." 

"Apropos, du solltest dich mit ihm zum Shogi verabreden. Auch wenn er dir deinen Freiraum lassen will, es fällt ihm sichtlich schwer und er vermisst dich." Ino sah mich bittend an. Asuma bedeutete ihr wenigstens genauso viel wie mir. Er war unser Freund und Sensei, auf ihn können wir uns immer verlassen.

Tief atmete ich durch. "Ich denke, das sollte ich. Am besten jetzt, bevor ich es mir anders überlege", unsicher lachte ich und stand langsam auf. "Viel Glück. Er ist am Grab vom Dritten." ich lächelte ihr zu, kam aber nicht um hin zu vermuten, dass sie auch das wieder irgendwie arrangiert hat.

 

"Ähm Asuma, ich wollte mich entschuldigen." erschrocken sah der Ältere zu mir auf und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. "Für was entschuldigst du dich Shikamaru?", ich wurde rot und sah leicht zur Seite.

Bloß nicht in seine Augen.

"Naja, ich hab mich dir gegenüber ziemlich scheußlich verhalten, also weil ich dir aus dem Weg gegangen bin, aber haach ich weiß auch nicht. Mir war das alles zu viel plötzlich. Erst diese Träume, dann merke ich, dass ich mich in dich verliebt habe und dann sagst du mir auch noch, dass es schwer werden wird sich zu outen beziehungsweise zu sagen, dass man mit jemand Älteren zusammen ist und Warte...!"

 

Ich merkte gar nicht was ich von mir gab, bis es zu spät war. "A-asuma ich. Also das meinte ich eigentlich nicht so, doch schon ab-" "Meinst du das ernst?"

Mit großen liebevollen Augen sah mich Asuma an. Ich zog meine Schultern hoch, war verunsichert was jetzt kommen würde.

"I-ich also ich weiß nicht genau. Ich denke schon" ich sah nicht auf. Zu groß saß meine Scham. Da spürte ich eine große, raue, zärtliche Hand an meiner Wange, die meinen Blick zu ihm lenkte. Verunsichert und voller Angst sah ich ihn an. 

"Es ist alles in Ordnung Shika. Ich dich auch.", er nahm mich fest in den Arm, während ich mein Gesicht in seiner Brust vergrub. "Ich gehe davon aus, Ino weiß von deiner Seite aus, was los ist?" überwältigt. Mein Hirn war blank. Ich hatte keinen Gedanken und sah nur den Mann vor mir. "Ja. Ino weiß Bescheid. Wie könnte sie nicht? Du weißt das sie meine beste Freundin ist und, dieser eine Abend... Ich war wirklich mit den Nerven am Ende, da musste ich ihr das alles erzählen. Und Chouji weiß es durch eine Gegebenheit auch."

Irrte ich mich oder errötete der Mann gerade? Süß.

 

========

 

"Nicht wirklich oder? Wie toll, ich freu mich für dich Shikamaru!" glücklich lächelte ich meine Freundin an. "Ja ich bin echt froh, wie das gelaufen ist." "Uuund habt ihrs schon miteinander getrieben?" geschockt sah ich Ino an und verschluckte mich. "Wie kommst du darauf? Außerdem hab ich mich doch noch nie damit beschäftigt, das wird bestimmt ziemlich komisch..." "Tja, ich denke Asuma wird da schon einen Plan haben, damit es für euch beide gut wird. Aber ich kann verstehen, dass du nervös bist. Immerhin wird er definitiv schonmal Sex gehabt haben.", mit rotem Gesicht sah ich zur Decke und seufzte: "Das befürchte ich auch, ja. Ich mein, ich kann mir ja denken was ihm gefallen könnte, aber was ist wenn ich falsch liege?" "Dann lässt du es und probierst was anderes. Komm schon Shikamaru, er weiß wer du bist und auf welchem Stand. Er wird dich schon nicht abschreiben, nur weil du noch keine Erfahrungen mit Intimität hattest" Ino wirkte aufgebracht. Ich verstand sie ja. Ich stellte mich wirklich ziemlich an. Vielleicht muss ich auch einfach mehr mit ihm ausgehen und mich mit ihm über solche Dinge unterhalten, dafür sind wir doch zusammen oder nicht?

 

"Hey Asuma", gerade lief ich auf meinen lieblings Menschen zu, "wollen wir vielleicht etwas spazieren gehen?" Ich hatte durchaus Hintergedanken. Das Gespräch über Sex wollte ich schnell hinter mich bringen. "Natürlich, brennt dir etwas auf der Seele?" es gab vermutlich kaum einen freundlicheren Menschen als ihn. Jetzt sah er mich leicht lächelnd an, mit diesen verdammt aufmerksamen, strahlenden Augen. "Naja, also es gibt da tatsächlich was. Also... naja ich hab überlegt wie das abläuft, wenn wir intim miteinander werden. Du hast doch bestimmt schon Erfahrungen und ich weiß nicht, ob ich dem gerecht werden kann." Meine Ängste waren offen gelegt. Ein unsicherer Blick zu meinem Freund zeigte, dass er die Frage wohl etwas lächerlich fand, denn er grinste mich nur an. 

"Denkst du nicht, das ist ein Thema, was uns später beschäftigen kann? Oder brauchst du Abhilfe?" schelmisch verzog er sein Gesicht. "Nein nein nein", abwehrend wank ich mit meinen Händen, "ich hab nur nachgedacht und das Thema hat mich einfach nicht losgelassen. Ich mein du hast bisher nicht mal den Versuch gestartet mich zu küssen. Ist dir das zu wider? Mit mir meine ich, weil ich jünger bin als du?" ich wollte mich auch echt zum Affen machen. Wann war ich so verdammt uncool und unsicher geworden? 

"Ich habe keinen Versuch gestartet, weil ich dachte, dass du noch Zeit dafür brauchst. Du hast nämlich auch nie den Versuch gestartet mir näher kommen zu wollen, das hat mich verunsichert und ich wollte dich nicht bedrängen. Wenn du aber bereit bist, sag mir was du brauchst und ich versuche dir deine Wünsche zu erfüllen. Du musst aber meine Sicht verstehen, ich bin älter als du und ich will nicht dass du etwas machen 'musst' weil ich das gerne möchte. Ich kenne meinen Einfluss auf dich und deswegen möchte ich, dass wenn du bereit für etwas bist, mir das sagst. Von mir aus werde ich vermutlich weniger solche Sachen initiieren. Zumindest für den Anfang." zum Ende hin zwinkerte er mir zu was mich erröten ließ. 

Ich war erleichtert, es lag nicht daran, dass er mich als ZU jung ansah, sondern weil er sich um mich sorgt. Er wollte, dass ich ihm sage wenn ich etwas möchte? Soll er haben: "Ich bin bereit dich zu küssen und Händchen zu halten. Beides aber bitte erstmal privat'" "Du wärst bereit mich zu küssen?" verwundert sah ich den Älteren an. "Sicher!?" schon ging der Mann vor mir auf mich zu, immer darauf bedacht, dass ich mich nicht berängt fühlte. Er legte seine Hand an meine Wange, die andere fand an meinem Rücken platz.

Er zog mich sachte an sich, sah mir nochmal prüfend in die Augen und küsste mich liebevoll. Wenn ich mir bis dato noch unsicher mit der Beziehung und deren Herausforderungen war, so fühlte ich mich jetzt in meiner Entscheidung und meinen Gefühlen bestärkt. 

 

Ich errötete, mein Herz fing vor Freude an zu rasen und ich nahm das Gesicht Asumas in meine Hände und zog ihn weiter an mich. 

 

Langsam löste er sich von mir. "Shikamaru, ich möchte, dass du weißt, sollte irgendwas sein, solltest du Rat brauchen oder einfach jemanden zum zuhören, ich bin da. Ich liebe dich und wenn du glücklich bist... ach ich weiß doch auch nicht, ich bin es dann auch oder so" den Faden völlig verloren, schaute der Dunkelhaarige mich schüchtern an, ich musste daraufhin anfangen zu lachen. Dieser Idiot, ich weiß was er meint und ich wünsche mir auch für ihn, dass er glücklich ist. Aber diese verpeilte Liebeserklärung war herzallerliebst. "Ich liebe dich auch Asuma" immer noch kichernd schlang ich meine Arme um ihn.

 

"Shikamaru, du strahlst ja" aufgeregt nickte ich. Ino merkte immer alles. 

Nach dem Gespräch mit Asuma ging ich natürlich zu ihr, um alles brühwarm weiter zu geben.

"Ino- Wir haben uns geküsst. Endlich." begeistert quietschte die Kunoichi auf und quetschte mich in ihre Arme.

"Und wann ist die Hochzeit?", grinsend sah die blöde Kuh mich an. Auch wenn ich wusste, dass es als Scherz gemeint war, wurde ich rot. Meine Güte, warum ist mir das denn alles so peinlich? 

Natürlich musste Ino mich dafür aufziehen, aber ich schwebte einfach immernoch auf Wolke 7. 

"Wie läuft es eigentlich mit dir und Sai?"

"Naja alsooo... er hat mir einen Heiratsantrag gemacht" Inos Augen strahlten während sie das größte Grinsen auf den Lippen trug, was ich je gesehen hatte. "Tut mir leid, dass ich dich unter Druck gesetzt habe mit Heiraten und so,  aber ahhh ich bin so glücklich." 

Ruhig lächelte ich sie an, auch wenn Ino nie schlecht drauf war, dieses Maß an Euphorie erreichte sie selten. "Jetzt heiratest du einfach. Und zwar den emotional unerreichbarsten Mann den ich kenne" ich lachte kurz, aber ehrlich auf. "HEY! Er hat sich stark geändert seit er in Therapie geht... oder findest du nicht?" "Doch. Er ist sehr viel umgänglicher seit ihr zusammen seid. Ihr tut euch offensichtlich gut, dass kann niemand abstreiten. Ich freu mich für dich Ino, wisst ihr schon wann ihr heiratet?" 

"Nein noch nicht so richtig. Aber ich wollte dich fragen ob du unser Trauzeuge zusammen mit Choji sein könntest. Naja weil Sai halt noch nicht allzu viele Freunde gefunden hat und um ihm das alles etwas einfacher zu machen, dachten wir, dass wir die selben Trauzeugen haben könnten."

"Das ist... es wäre mir eine Freude Ino. Aber was ist mit Asuma, ohne ihn dir aufdrängen zu wollen, aber ich weiß wie wichtig er dir ist und so..." 

"Da mein Vater auf Mission ist und noch lange sein wird, habe ich ihn gefragt, ob er jemand stellvertretend wählen würde, mich zum Altar zu geleiten. Natürlich weiß er was Asuma mir und unserem Team bedeutet und bat mich ihn zufragen." Jetzt kamen mir Tränen. Aus Freude, Rührung und Glück. Nicht nur ich sah wie toll dieser Mann ist, sondern auch so viele andere, die nicht direkt mit ihm zu tun hatten. Das machte mich einfach glücklich. Zumal ich wusste wie sehr Asuma uns schon als Genin geliebt hatte, auf eine väterliche Art und Weise. Ich war mir sicher, dass er zustimmen würde Ino in die Ehe zu begleiten und natürlich auch darüber hinaus sie zu unterstützen. 

 

"Wer weiß von eurer Verlobung?"

"Bisher nur du und mein Vater. Ich wollte es dir als erstes sagen. Aber ich möchte so bald wie möglich auch Choji und Asuma fragen, um mich selbst auch zu beruhigen  denke ich." Wir lachten und meine beste Freundin lehnte sich an meine Schulter. Sachte schloss ich einen Arm um ihre Taille, schaute glücklich in den Himmel und beobachtete die Wolken, wie sie vorbeizogen. 

 

"Was machst du jetzt noch?" Ino und ich waren gerade dabei uns zu verabschieden, nachdem wir noch einige Zeit still beieinander gesessen haben. "Ich wollte schnell nach Hause ein/zwei Sachen holen und dann weiter zu Asuma" ein leichter Rotstich schlich sich auf meine Wangen. Grinsend sah Ino mich an und fragte dann, ob ich Asuma bei der Gelegenheit nicht fragen könne, ob er demnächst Zeit hätte, um sich mit ihr zu treffen. 

 

Nach einer Verabschiedung die länger dauerte als eigentlich nötig gewesen wäre, trennten sich unsere Wege. 

 

Gerade auf dem Weg von meinem Zimmer nach Draußen, hielt mich eine Stimme auf: "Junger Mann, wo solls denn noch so spät hingehen wenn man mal fragen darf?" ertappt drehte ich mich zu meiner Mutter um. "Ähh, ich wollte heute bei Ino übernachten..." skeptisch sah mich die Frau an. Konnte sie meine kleine Lüge nicht einfach schlucken? "Dann grüß sie lieb von mir und viel Spaß." Auch wenn sie noch leicht skeptisch aussah, atmete ich erleichtert aus und lief schnell nach draußen, bevor sie es sich doch noch anders überlegen konnte. 

"Shikamaru!" Verdammt zu früh gefreut. "Hast du eine Zahnbürste eingepackt?" Großzügig verdrehte ich meine Augen und gab ein genervtes 'Ja' von mir.

 

Mit der Antwort scheinbar zufrieden, schloss die Dunkelhaarige die Tür und ich konnte endlich los zu Asuma.

Vor seiner Tür stehend war ich plötzlich unsicher, ob ich klopfen sollte.  Sicher würde er mich so nicht bemerken,  aber hatte er jetzt Erwartungen an diesen Abend? Was wenn es zu Sachen kommen würde, für die ich nicht bereit wäre? Er versicherte mir zwar, dass er meine Grenzen nicht überschreiten wolle, aber was wenn ich meine Grenzen nicht mehr kannte, weil ich ihm gerecht werden wollte?

 

Nochmal tief durchatmend, klopfte ich doch mutig an, nur um wenige Sekunden später die Tür geöffnet zu bekommen. 

Asuma hatte lockere Kleidung an, was so ganz anders aussah zu dem was er sonst immer trug, wenn er im Dorf unterwegs war. Mein Bauch fing leicht an zu kribbeln bei dem Gedanken, dass ihn vermutlich kaum Menschen so zu Gesicht bekommen haben. 

"Willst du nicht reinkommen Shikamaru? Ich habe schon angefangen zu kochen. Hast du hunger?" Mit diesen Worten wandte er sich ab und ließ mich mehr oder weniger in der Tür stehen. Perplex sah ich ihm nach. 

Hatte ich was falsch gemacht? Warum wirkte er so kalt auf mich?

Aus meiner Starre riss mich Asuma der wieder auf mich zueilte und in eine zärtliche Umarmung zog. "Tut mir leid Shikamaru. Ich bin vermutlich genauso unsicher wie du und ich war etwas überfordert. Es hat nichts mit dir zu tun." Erleichtert ließ ich meine Schultern entspannen und schloss auch ihn in eine Umarmung. 

 

Mit dem Gedanken, ihn küssen zu wollen wurde ich rot. Ich drehte meinen Kopf leicht weg, damit er es nicht sofort bemerken würde, aber letztlich drückte ich ihm einen kleinen Schmatzer auf seine Wange.

Auch Asuma sah nun etwas rot drein und leicht stotternd bat er mich mit in die Küche, wo er schon einiges vorbereitet hatte.

 

Nach dem Essen setzten wir uns in sein Tatami-Zimmer wo wir uns erstmalig annährten um zu kuscheln und uns gegenseitig berühren zu können ohne weiter gehen zu wollen. Zumindest wollte er nicht weiter gehen. Denn so oft ich Asuma auch beteuerte, dass es für mich okay war etwas rumzufummeln, blockte er doch immer wieder ab: "Asuma, ich hab dir jetzt schon so oft gesagt, dass es für mich okay ist. Du kennst mich gut, das will ich nicht bestreiten, aber im sexuellen Sinne kennst du mich nun wirklich noch nicht. Also tu nicht so als würdest du es!" wütend und auch etwas eingeschnappt ließ ich ihn merken, dass er eine Grenze überschritten hat. Er hat mich versucht zu bevormunden und das wollte ich weder in dieser noch in irgendeiner anderen Beziehung haben. Ich merkte wie er sich bei meinen harschen Worten anspannte und versuchte die Situation zu beruhigen. "Ich will doch nur nicht, dass ich von dir zu viel verlange! Ich habe dir gesagt, dass ich sehr unsicher bin im Bezug auf dich und wie viel ich dir zumuten kann. Verdammt ich mag dich wirklich gerne und will das es dir gut geht." "Du vertraust mir oder?" "Natürlich. Was soll die Frage?" verwirrt sah der Mann mit Bart zu mir. "Dann vertrau mir auch damit, dass es für mich okay ist das jetzt zu machen und auch damit, dass ich dir sage, wenn es mir doch zu viel wird." 

Kurz zögerte Asuma, seufzte und gab doch nach. Schritt auf mich zu und umarmte mich einmal.

Danach lagen wir locker umschlugen auf der Seite, dem anderen zugewandt. Er streichelte mich und ich genoss die zarte Berührung, die einfach nur dem Kontakt diente. 

Er lag auf mir und andersrum, wie es uns gerade am genehmsten war. Dann fing Asuma an mich zu küssen, vorsichtig und zögernd. Auch  wenn ich unsicher wurde, erwiederte ich sogut ich konnte.

Doch als er versuchte seine Zunge ins Spiel zu bringen, blockte ich ab und ließ meinen Mund geschlossen. Aus einer früheren Erfahrung raus, war ich der Meinung dass sich ein Zungenkuss nicht so gut anfühlt, wie es immer beschrieben wird. Währenddessen lag Asuma immer noch auf mir und er küsste mich nach einem kurzen Blick ob alles in Ordnung war, zärtlich weiter. Er versuchte immer wieder seine Zunge einzubringen und irgendwann gab ich nach und öffnete meinen Mund leicht. Um ihn zu beeindrucken, ließ ich meine Zunge in seinen Mund gleiten, nur um zu merken, dass er nur die Zungenspitze benutzt. Leicht beschämt zog ich meine Zunge zurück und passte mich seinem Tempo an. Nicht weil ich musste, sondern weil ich mich leiten lassen wollte und es sich so doch alles ganz gut anfühlte. 

 

Ich ließ meine Hände unter sein Shirt wandern und streichelte ihn. Über seine Brust, seinen Rücken über seinen, von der Hose bedeckten Po. Leicht bewegte sich mein Freund mir entgegen, schien sich an mir zu reiben wodurch ich sein langsam erhärtetes Glied bemerkte. 

Ich rollte uns auf die Seite, wo wir uns nach langem von einander lösten und den anderen ansahen. Wir beide waren inzwischen nur noch in Unterwäsche und schnell fingen wir wieder an uns zu küssen, zu streicheln, uns gegenseitig zu erregen. Denn darauf schien es doch irgendwie hinauszulaufen. 

 

Wieder drehten wir uns, mein Freund lag auf mir. Mit der Zeit wanderte Asumas Hand weiter meine Bauch hinunter. Ich war erschrocken, denn auch wenn ich ihm vertraute und definitiv erregt war, so wusste ich nicht ob ich schon weiter gehen wollte als das. Völlig perplex schüttelte ich den Kopf, unfähig Wörter zu formen und brachte nur ein "uh-uh" raus. Sofort wanderte seine Hand wieder höher und nahm mich schützend in den Arm. Er machte es nicht komisch danach und streichelte mich weiter. 

Ich jedoch hatte jetzt Zeit darüber nachzudenken, ob ich weitergehen wollte, als die bis jetzt anhaltende Liebkosung. Doch mir war es zu peinlich, meine Bedürfnisse so kurz nach meiner Zurückweisung kund zu tun. Also machte ich einfach weiter und genoss die Liebe die er mir gab. 

Nach einiger Zeit spürte ich, wie Asuma seine Hand wieder weiter nach unten wandern ließ. Diesesmal jedoch fühlte ich mich vorbereitet und kam seiner Hand mit meinem Becken entgegen. Schließlich fasste er mich an. Mein Herz pumpte, mein Atem ging tief und aufgeregt. Doch Asuma gab mir Sicherheit in dem wie er das alles tat. Irgendwann traute auch ich mich meinen Freund an intimeren Stellen zu berühren. So lenkte ich meine Hand vorsichtig Richtung seines Schrittes, auf jedes Zucken bedacht, um direkt zurückzuziehen, würde es ihm zu weit gehen. Doch auf meinen Versuch hin, bot Asuma sich mir lediglich regelrecht an. Atmete tiefer, schmiegte sich mehr an mich, streckte mir sein Becken entgegen. Immer noch unsicher packte ich seinen Pimmel und rieb an ihm. Zufrieden stellte ich fest, dass er schwer atmete und anfing sich vor Erregung anzuspannen. 

Wie konnte ein Mann nur so hübsch aussehen, während einer verruchten Aktion wie dieser. 

Gekommen war ich schnell und wollte mich jetzt einzig auf meinen Freund konzentrieren, der völlig in seiner Lust gefangen war. 

Der Anblick brannte sich in mein Gedächtnis, das alles war so viel besser als diese Träume.

 

Asuma war gekommen und wir kuschelten weiter, um die Geschehnisse sacken zu lassen. 

 

Ein neuer Morgen brach heran. 

Ich sah zu meiner Rechten und erblickte Asuma. 

Richtig, wir hatten gestern etwas mehr als rumgefummelt. Kurz lächelte ich als mein Freund auch schon seine Augen öffnete und mich schläfrig ansah.

"Shikamaru... geht es dir gut? Hab ich dich überfordert?" 

Bei den weiterführenden Gedanken an den Abend wurde ich nochmal rot und schüttelte langsam den Kopf. "Nein, hast du nicht.  Ich war einmal kurz erschrocken ja, aber mehr nicht. Ich fands toll.

 

"Du, ich habe letztens Ino getroffen. Ich soll dir sagen, dass sie dich sprechen will." Ein Grinsen legte sich auf meine Lippen bei den Gedanken daran, warum Ino nach Asuma fragte. Ich freute mich riesig für meine beste Freundin. 

Auch wenn ich Sai immer noch komisch fand, so hatte sich dieser weiterentwickelt und war um Längen zugänglicher als noch vor der Beziehung mit Ino.

"Ist es was ernstes? Geht es ihr gut?" Liebevoll gab ich dem schönen Mann einen Kuss. "Es ist alles okay, sie hat nur eine Frage, aber das muss sie selber machen, es steht mir nicht zu dich da einzuweihen" Neugierig sah er mich an und zog mich ein letztes Mal, bevor er aufstand, in seine Arme. Zufrieden gab ich ein seufzen von mir.

"Dann wollen wir mal zu Mrs Beauty gehen und ihr alles aus der Nase ziehen" frech grinste er und wir prusteten los.

 

Auf dem Weg zu meiner besten Freundin unterhielten wir uns über Unverfängliches. Lachten und alberten rum, so hatte ich ihn tatsächlich noch nie gesehen. Er wirkte so losgelöst und entspannt. 

 

Je näher wir zu Inos Heim kamen, desto ruhiger wurde er, es machte ihn offensichtlich nervös was sie von ihm wollte und was ich ihm nicht sagen konnte. 

"Inoo ich bins und ich habe Asuma mitgebracht!", rief ich da auch schon durchs Haus. "Na endlich, ich dachte schon du hättest das vergessen" Diese kleine... meine Gedanken lenkten sich aber schnell wieder zu meinem Freund, dieser sah die Blondine fragend an. "Asuma, gut, dass du da bist. Ich habe eine wichtige Bitte an dich.

Sai und ich wollen heiraten und da mein Vater auf einer langen Mission ist wollte ich dich fragen, ob... du unter Umständen mich zum Altar führen könntest? Ich. Also es wäre mir wichtig und bevor du fragst, Vater hat dem schon zugestimmt." 

 

Nun strahlten seine Augen. "Du heiratest!" überschwänglich wirbelte er sie in seinen Armer herum. Belustigt sah ich dem Schauspiel vor mir zu.

 

Zwischen Vorbereitungen für Inos Hochzeit, gab es nur abends wirklich Zeit sich auf uns zu konzentrieren.  Aber das war okay. Ino war so aufgeregt ihren Sai das Ja wort zu geben, dass Choji,der natürlich auch fester Bestandteil des Ganzen war, und ich sie wunderbar gelegentlich damit aufziehen konnten.

 

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Die Tage zogen ins Land. Asuma und ich hatten den wichtigsten Leuten gesagt, dass wir in einer Beziehung sind und die meisten reagierten positiv darauf. Mein Vater hatte ein ernstes Gespräch mit meinem Freund, danach kam er etwas bleich raus, aber er meinte nur, dass er die Bedenken meines Vaters durchaus nachvollziehen kann. Damit war das Thema durch. 

 

Ich lernte mit Asuma, meine Gefühle kennen. Wenn ich sie bisher versuchte zu unterdrücken, so zeigte ich zumindest ihm meine Liebe, Angst, Bedenken, Leidenschaft. Er ging vorsichtig mit mir um, was mir entgegen meiner Erwartungen sehr gefiel. Mich fallen zu lassen fiel mir nie leicht, aber mit ihm... 

Es wirkte alles schaffbar. 

Und auch Inos Hochzeit war ein voller Erfolg. Asuma heulte Rotz und Wasser nachdem er sie zum Altar geleitet und sich anschließend zu mir in die erste Reihe setzte. Zu unserer großen Überraschung kam Inoichi kurz bevor sie sich das Ja-Wort gaben in die Kirche. Setzte sich leise dazu und vergoss die ein oder andere Träne. Er war sichtlich stolz auf meine beste Freundin. 

Ich selber blieb davon natürlich auch nicht verschont.

Liebevoll gab mein umsichtiger Freund mir einen Kuss auf die Schläfe und legte einen Arm um meine Taille, während ich mich an ihn lehnte.