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One way or another - I'm gonna get you

Summary:

Immer wieder erhält Kyojuro Blumen von einem Unbekannten an seiner Tür. Was als charmante Geste gewertet werden könnte, wird jedoch schnell zu eine Art Albtraum, der irgendwie mit einem vergangenen Leben verknüpft zu sein scheint ...

Notes:

Hallo ♥

Und willkommen, zu einer Geschichte, die bereits echt lang ist.
Eigentlich war es nur eine kleine Idee und ich wollte nichts schreiben, was länger als zehn Kapitel wird.
Tja! Jetzt habe ich bereits 35 Kapitel geschrieben und noch einiges in Planung. Unter 45 Kapitel komme ich da wohl nicht raus. :'D

Ich werde neben dem Schreiben der nächsten Kapitel, die bereits geschriebenen nun ein erstes Mal Korrektur lesen und hochladen. Sie sind sicherlich nicht perfekt, aber diesen Anspruch habe ich auch gar nicht.
Dies bedeutet, die Updates erfolgen definitiv nicht täglich, ich möchte ein wöchentliches Update versuchen, eventuell wird es aber auch mal zwei Wochen dauern - aber wie erwähnt, 35 Kapitel sind auf jeden Fall schon fertig geschrieben, sie werden also kommen! :)

Neben Kyojuro x Mitsuri und Kyojuro x Akaza, wird es weitere Nebenpairings geben, die jedoch nicht im Fokus stehen werden.

Ich wünsche euch allen viel Spaß beim Prolog! :D

Liebe Grüße!
FlammenHashira ♥

Chapter 1: Prolog

Chapter Text

Prolog 

„Sorgen sind genauso sinnvoll, wie sich ein Pflaster aufzukleben,
bevor man sich geschnitten hat“

– Karin Kuschik


Pink_Warrior: [18:12 Uhr] Gibt’s in naher Zukunft wieder irgendwelche Wettkämpfe?

SweetPotato: [18:15 Uhr] Nein, erst wieder im November
SweetPotato: [18:18 Uhr] Die Termine stehen noch nicht ganz fest
SweetPotato: [18:20 Uhr] Willst du etwa vorbeikommen und zusehen?

Pink_Warrior: [18:28 Uhr] Vielleicht will ich ja mitkämpfen? :)

SweetPotato: [18:36 Uhr] Sagtest du nicht, Kendo sei nicht dein Ding?

Pink_Warrior: [18:40 Uhr] Muss ja nichts Offizielles sein

Pink_Warrior: [18:42 Uhr] Einfach Dampf ablassen und sich aneinander messen

SweetPotato: [18:45 Uhr] Ich bin gespannt

~ * ~


Früher hatte Kyojuro nie ein größeres Interesse an Social-Media gehabt. Es war für ihn eine gänzlich fremde Welt und bis zum heutigen Tag, verstand er nicht einmal die Hälfte von dem, was möglich war.

Dies änderte sich jedoch, als er das Dojo seiner Familie übernahm.

Sein Vater hatte schon seit vielen Jahren Probleme damit, neue junge Leute für den Sport zu faszinieren und das Dojo stand oftmals leer. Es war jedoch weniger das Problem des Sports und leider mehr, dass sein Vater ein ziemlich strenger Mann war. ‚Streng ist noch lieb gemeint‘, dachte Kyojuro mit einem leichten Schuldgefühl. Er selbst hatte Jahre unter seinen Vater trainiert und empfand die Lektionen nie als zu hart, damit stand er jedoch alleine da.

Senjuro hatte ebenso Probleme mit dem Training, wie jene jungen Menschen, die sich für Kendo eigentlich interessierten, aber nicht über einen in flammenstehenden Weg laufen und kämpfen wollten.

Nachdem sein Vater das Dojo schließen und sich lieber ganz dem Kochen verschreiben wollte, übernahm Kyojuro überraschend. Es war eine instinktive Entscheidung gewesen, ohne groß darüber nachzudenken – jedoch keine die er bereute.

Mit der Übernahme des Dojos, machte er sich vertraut mit Möglichkeiten, neue Leute anzuwerben und vor allem das Training so zu gestalten, dass sie auch blieben. Dank seiner Arbeit an einer Schule und dem Anleiten des Kendo-Club, hatte er bereits einige Einblicke und auch schon Schüler an der Hand, die unter ihm gerne weiter trainieren würden.

‚Und junge Leute die kein Problem damit haben, mir ihre Meinung zu sagen.‘

Eine fehlende Homepage wurde sofort kritisiert, ebenso die mangelnden Online-Auftritte, die zur heutigen Zeit einfach alles waren, wenn man seine Schüler fragte.

‚Und ich habe sie gefragt.‘

Kyojuro hatte sich alles aufgeschrieben und sofort darangesetzt, sich darüber zu informieren was es alles brauchte und wie er es umgesetzt bekam. Nach seinen ersten kläglichen Versuchen – die in seinen Augen jedoch charmant waren! – traf er auf eine Person. Eine Person, die ihm dabei aushalf, mit dem Aufbauen einer Homepage und alle dem Social Media-Kram.

Und heute waren sie verlobt.

„Oh, hallo Rengoku-kun!“

Er war müde vom Tag, dem Unterricht in der Schule und dem Training im Dojo, dennoch zauberte sich sofort ein Lächeln auf seine Lippen.

„Guten Abend Soyama-kun!“

Hakuji lebte mit seiner bezaubernden Verlobten gegenüber. Er war mit ihr vor wenigen Monaten hergezogen und fast sofort hatten sie sich miteinander angefreundet. Zumindest glaubte Kyojuro das, manchmal war er bei so etwas ein wenig vorschnell.

„Könntest du Koyuki gleich rüberschicken? Sie hat sich bestimmt wieder verplappert“, seufzte Hakuji kopfschüttelnd.

Wenn sie schon nicht miteinander befreundet wären, dann ihre Verlobten definitiv. Kyojuro kicherte ein wenig über all die Male, die er schon hatte bei Hakuji klopfen müssen – und andersherum genauso.

„Klar, ich gebe ihr gleich Bescheid!“, antwortete er sofort nickend und steckte den Schlüssel ins Schlüsselloch der Haustür.

Sobald er sie öffnete, hörte er fröhliches Geplauder und Quietschen. Sein Herz klopfte sofort ein wenig schneller vor Freude.

„Ich bin zu Hause!“, rief Kyojuro hinein, nachdem er die Schuhe ordentlich ausgezogen und weggestellt hatte.

„Kyojuro!“

Er öffnete die Arme, als Mitsuri zu ihm gerannt kam und sich ihm um den Hals warf. Mit einem Glucksen spürte er das weiche Lippenpaar seine Wange streifen.

Hinter ihr tauchte auch Koyuki auf, zaghafter und schüchterner, verschränkte sie ihre Finger ineinander und wartete einen Moment, bevor sie ihm zunickte.

„Guten Abend, Rengoku-kun.“

„Guten Abend Soyama-kun. Hakuji hat mich gerade angesprochen, ich soll dich rüberschicken.“

Koyukis rosa Augen weiteten sich. „Oje! Wie spät ist es denn?“

„Entschuldige, ich habe dich festgequatscht!“, mischte sich Mitsuri sofort verlegen ein. „Wir reden morgen weiter über die Blumen-Arrangements!“

„Auf jeden Fall!“, antwortete Koyuki und nickte dabei hastig.

In wenigen Minuten hatte sie sich angezogen und verabschiedet, bevor sie nach drüben ging. Hakuji wartete an der Haustür und schloss sie mit sanftem Ausdruck in seine Arme.

Nachdem Kyojuro mit Mitsuri zusammengekommen war, hatte man sie stets damit aufgezogen wie kitschig sie waren. Mit ihren Nachbarn hatten sie in dieser Angelegenheit große Konkurrenz bekommen.

„Wie war dein Tag?“, fragte seine Verlobte interessiert, sobald er die Haustür geschlossen hatte.

Er folgte Mitsuri mehr ins Haus hinein. Es war ein kleines Häuschen, genug Platz für zwei Personen und mehr brauchten sie im Moment nicht. Es war gemütlich und im Wohnzimmer, hingen eine Unmenge an Fotos - von ihren Familien und von ihnen gemeinsam.

Die Vibration seines Handys ließ ihn dieses hervorziehen und einen Blick darauf werfen.

~ * ~


Pink_Warrior: [19:19 Uhr] Oh, alles Gute zur Verlobung btw
Pink_Warrior: [19:20 Uhr] Sind mir gerade erst aufgefallen, die Fotos, meine ich

SweetPotato: [19:20 Uhr] Danke :D

~ * ~


„Kyojuro?“

„Ah, sorry!“, rief er sofort verlegen.

„Wem schreibst du da?“

„Ach... Da ist ein Typ, der mir wegen ein paar Bilder geschrieben hat, wegen dem Kendo. Er scheint ein Fan davon zu sein“, erzählte Kyojuro, während er in die verschiedenen Töpfe schaute, die Essen für eine fünfköpfige Familie in sich hatten. „Wir schreiben ab und an miteinander.“

„Ohhh, du hast einen Fan!“ Mitsuri klatschte begeistert in die Hände.

Kyojuro lachte auf. „Ich weiß nicht, ob er ein Fan ist. Er würde wohl gerne mal kämpfen, kann aber kein Kendo.“

„Mit dir kämpfen?“

„Ja, so klingt es zumindest. Sicher wegen der Videos die du oder meine Schüler mal gepostet haben.“

Er war online nie präsent gewesen. Erst seitdem Mitsuri ihm mit dem Dojo half, konnte man ihn nun auch im Internet finden.

„Ja“, seufzte sie schwärmend. „Du siehst halt auch einfach so cool aus, wenn du kämpfst! Da wäre jeder gespannt darauf, dich live zu sehen!“

Ihm entrann erneut ein Lachen. „Ich kann das nicht einschätzen, aber danke, denke ich.“ Natürlich hatte er seine Schüler, die man als ‚Fans‘ bezeichnen konnte. Andererseits nahmen sie ihn wohl lediglich als Vorbild und Kyojuro wollte dem definitiv gerecht werden. Der Mann, mit dem er schrieb, war eine andere Kategorie. Sein Profil verriet nichts über seine Persona, abgesehen von Alter und Geschlecht. Er war ein Jahr jünger, männlich und offensichtlich fasziniert von verschiedenen Kampfkünsten.

Kyojuro wusste nicht, weshalb gerade er ihm aufgefallen war und das aufgeregte Schreiben, ließ sich auch keinen Grund herauslesen. Es brachte ihn zum Lächeln, machte ihn vielleicht verlegen, aber Klarheit erfasste er daraus nicht.

Er hatte entschieden, dass er keine Klarheit brauchte.

„Lass uns das Essen warm machen und dabei über unseren Tag reden!“, beschloss er nun.

„Uhh, ich suche schonmal unsere Serie raus, die können wir dann auch noch gucken! Ich bin so gespannt darauf, ob *Alec sich endlich für Magnus entscheiden wird!“

Mitsuri stahl sich einen Kuss von seinen Lippen, bevor sie ins Wohnzimmer flitzte. Kyojuro sah ihr lachend nach und begann damit, große Portionen auf zwei Teller zu verteilen, um diese aufzuwärmen.

Ganz egal, was er sich mit Mitsuri auch ansah – seiner Verlobten war vor allem wichtig zu erfahren, wer sich in wen verliebte und wie sie zusammenkamen. Wenn nebenbei die Welt unterging oder sämtliche Charaktere starben, ging es spurlos an ihr vorbei. Zumindest solange, bis ihr vorhergesehenes Pärchen auseinanderbrach oder eine Partei davon starb.

Aus diesem Grund hatte Kyojuro immer eine Box Taschentücher bereitstehen.

~ * ~


Pink_Warrior: [20:38 Uhr] Ich hoffe ihr wird nichts zustoßen

SweetPotato: [22:01 Uhr] Wen? Was meinst du?

Pink_Warrior: [22:07 Uhr] Deine Verlobte natürlich
Pink_Warrior: [22:10 Uhr] Sie scheint eigentlich ganz nett zu sein

~ * ~


Kyojuro sah zur schlafenden Mitsuri, welche er soeben in ihr gemeinsames Bett getragen hatte, nachdem sie bei ihrer Serie eingeschlafen war.

Das hieß, er dürfte sich morgen nochmal die Hochzeit von Alec ansehen, damit dieser sich für Magnus entschied und ihn abknutschte. Er würde die nächsten Tage von keiner anderer Szene hören als dieser.

~ * ~


SweetPotato: [22:16 Uhr] Äh ... das ist ... eine seltsame Aussage
SweetPotato: [22:17 Uhr] Warum sollte ihr was zustoßen?

Pink_Warrior: [22:20 Uhr] Unfälle passieren immer

~ * ~


Stirnrunzelnd schüttelte Kyojuro den Kopf und legte sein Handy weg. ‚Will er mir damit sagen, dass er uns ein langes gesundes Leben wünscht? Seltsam formuliert ... Ich sollte mir nicht den Kopf darüber zerbrechen. Vielleicht hat er getrunken oder weiß sich einfach nicht besser auszudrücken ...‘

Kyojuro machte sich bettfertig, bevor er alle Türen und Fenster kontrollierte, die Lichter löschte und zurück zum Schlafzimmer kam.

‚Keine neuen Nachrichten.‘

Er war erleichterter darüber, als er zugeben wollte. Kyojuro stellte ihre Wecker, bevor er sich zu Mitsuri ins Bett legte, zog sie in seine Arme und brauchte dennoch ewig bis er einschlief.

Normalerweise schlief er ein, sobald sein Kopf das Kissen berührte. Normalerweise konnte ihn keine Sorge wachhalten.

‚Na super ... hätte ich die Nachricht mal nicht gelesen.‘

Kyojuro zählte Schäfchen. Dann versuchte er die Atemzüge von Mitsuri zu zählen. Seinen eigenen Herzschlag. Irgendwas davon funktionierte schließlich und er schlief endlich ein.




*Kyojuro und Mitsuri sehen sich Shadowhunters an :‘D Warum? Weil ich die Serie selbst mag und denke, die beiden wären auch begeistert davon. xP