Actions

Work Header

Zwischen Sommer und Wirklichkeit

Summary:

Was wäre, wenn Maik und Tschick den Unfall nie gehabt hätten? Eine Geschichte über was hätte sein können.

Notes:

Mannn es gibt VIEL zu wenig Tschick fanfiction hier (5 Stück, alle aus 2021...) ich finde das gar nicht okay, denn Tschick ist ein so gutes Buch! deswegen poste ich diese fic parelell auch auf Englisch (übersetzt von DeepL) das die 10 Englischen Tschick fans auch die Freude an Tschick fanfiction haben können :)))

Chapter 1: Noch nicht bereit für Berlin

Chapter Text

Es war die letzte Woche der Sommerferien. Mittlerweile waren sie irgendwo, jedoch immer noch nicht in der Walachei bei Tschicks Onkel. Sie mussten umdrehen, beide wussten es. Die Schule beginnt wieder in einer Woche und Maiks Eltern kommen bald zurück nach Hause.

Aber hier war alles so viel ruhiger.

Nach Tschicks Coming-out wurde ihre Freundschaft viel enger. Vielleicht auch zu eng, denn ein paar Küsse fielen hin und wieder schon. Jedoch nie mehr, Maik wollte das nicht.

Auch konnten sie tun und lassen, was sie wollten. 3 Tage hintereinander Eis zum Frühstück und Hotdogs zum Mittagessen? Kein Problem.

Sie könnten für immer hier draußen bleiben.

„Tschick. Wir müssen wieder nach Hause“, sagte Maik leise, als sie Seite an Seite auf einem Grasfeld lagen und die Sterne beobachteten.

„Ich weiß. Möchte aber nicht.“

„Ich ja auch nicht.“

„Also?“

„Also was?“

„Nicht mehr nach Hause kommen?“

Maik setzte sich auf und guckte Tschick an, als hätte er ihm gesagt, er wolle zum Mond fliegen. „Sag mal, spinnst du? Wir können nicht hierbleiben! Unsere Eltern melden uns doch als vermisst, und dann haben wir die Bullen am Hals.“ „Deine Eltern vielleicht“, murmelte Tschick, und Maik seufzte. „Ach komm. Tu nicht so. Deine Eltern würden dich doch sicher auch vermissen. Komm, morgen fragen wir jemanden nach dem Weg zurück nach Berlin.“

Tschick nickte leicht und rückte ein wenig näher zu Maik, welcher wieder abgelegen war. Er hatte gar keine Lust, sich wieder hinter seiner Maske zu verstecken. Mit Maik konnte er einfach er selbst sein. Eine der vielen Sachen, die er an ihm mochte.

---

Der nächste Tag war wie jeder andere, abgesehen davon, dass sie die Rückfahrt planten. Maik kam glücklich aus dem Dörflein zurück. „Ich hab ’ne Karte gekriegt! In 4 Tagen sind wir spätestens zurück! Wir müssen einfach auf eine Autobahn. Bisschen riskant, aber gar nicht so schlimm.“

„Autobahn? Du spinnst. Ich möchte nicht in den Knast! Aber wenn du meinst, wir müssen so zurück ...“ Er seufzte leicht und setzte sich auf den Boden vor den Lada und klopfte neben sich. „Komm, sonst kriegst du noch Knieprobleme, so viel wie du immer stehst und herumläufst.“ Er lachte über seinen eigenen Witz und zündete sich eine Zigarette an, die letzte aus dem Pack.

„Du kriegst noch Lungenprobleme, wenn du weiterhin rauchst“, schoss Maik zurück. Tschick verdrehte nur die Augen. „Kann nicht so schlimm sein. Mein Vater raucht auch, und seine Lunge funktioniert.“ Maik lachte leicht und schüttelte den Kopf. „In 50 Jahren, wenn wir uns wieder mit Isa treffen, schaffst du es nicht mehr auf den Hügel, das sag ich dir.“ „Mhmm... wenn du das sagst.“

Die zwei saßen für die verbleibende Dauer von Tschicks Zigarette in angenehmer Stille da. Es wurde Abend, und Maik wurde müde. So müde, dass er im Sitzen einschlief. Sein Kopf fiel auf Tschicks Schulter, welcher bis zu diesem Zeitpunkt in seine eigenen Gedanken verwickelt war. „Maik?“, flüsterte er leise, bevor er bemerkte, dass Maik eingeschlafen war.

Mit einem leichten Grinsen hob er Maik vom Boden auf und trug ihn in das Auto, wo er ihn auf die Rückbank legte. „Morgen fahren wir los, versprochen.“ Einen flüchtigen Kuss auf die Stirn konnte er nicht aufhalten.

---

„Maik. Maik, komm, wach auf.“

Tschick rüttelte an Maiks Schulter.

„Mhmm... warum... Wir haben keine Schule, Idiot...“, murmelte Maik schlaftrunken. „Jaja, keine Schule, aber eine Fahrt Richtung Berlin. Also komm, aufstehen und auf den Beifahrersitz. Frühstück sind die 5 Cracker, die es noch im Handschuhfach hat.“

Maik murmelte vor sich hin, bevor er aufstand und zum Beifahrersitz taumelte. „Viel zu früh, um zu funktionieren. Zum Glück fährst du.“ Er gähnte, lehnte sich an seinen Sitz an und schaute rüber zu Tschick. „Ich werde diesen Sommer vermissen.“ „Ich auch.“ Es war eine kurze Zeit still, bevor Maik seine Arme für eine Umarmung ausstreckte. „Komm her...“

Die Umarmung über das Armaturenbrett war extrem unbequem und unpraktisch, aber doch so perfekt. „Wir bleiben schon Freunde, oder?“, fragte Tschick leise. „Natürlich bleiben wir Freunde.“ Maik küsste die Seite seines Kopfes leicht. „Wie könnten wir keine bleiben? Und jetzt fahr... Wir können nicht für immer hierbleiben.“

Tschick konnte schwören, dass sein Herz nach dem Kuss an seinem Kopf einen Salto machte. Er fühlte viel zu viel.

„Natürlich... fahren.“

---