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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2019-04-02
Updated:
2019-04-28
Words:
4,784
Chapters:
3/?
Kudos:
14
Bookmarks:
1
Hits:
162

Die Magie des Einfältigen

Summary:

„Ich bin ich dich verliebt John.“
„Du... Was?“
„Ja natürlich, es kann garnicht anders sein.“

- Wie wäre es, wenn der nächste Fall Sherlock Holmes selbst wäre?

Notes:

Willkommen.
Die Serie habe ich bis zur letzten Folge gesehen und bin total begeistert. Ich hoffe euch gefällt meine Version. Ich konnte diese leider nicht geschrieben finden. Meine erste Fanfiction, ich hoffe euch gefällt sie, dann schreibe ich gerne weiter :)

(See the end of the work for more notes.)

Chapter Text

„Jetzt hab ich es!“

John zuckte zusammen, während Sherlock aus seinem Sessel hochsprang, sich einmal um sich selbst drehte und schließlich mit einem Grinsen vor John stoppte. Dort, wo normalerweise die Klienten auf einen Stuhl saßen. Das typische Gesicht.

„Du hast einen Fall gelöst.“ Bemerkte John, so als wäre es schon fast langweilig.  Es gab Ja nun auch nur selten Fälle die nicht gelöst werden konnten. Dabei hatten sie gerade so gemütlich zusammen gesessen, er las seine Zeitung während Sherlock leicht nach vorne gebeugt und seinen Kopf auf seine beiden Zeigefinger gestützt, nachdachte. Man hörte nur die Uhr und draußen ein paar Menschen. Sie tranken Tee.

John liebte diese Tage. Seit Marys tot und als alleinerziehender Vater, war Ruhe ein seltener Gast geworden. Er liebte die Zeit in der Bakerstreet, seinen Platz und..

„Ja sicher, wieso bin ich nicht schon vorher drauf gekommen. Es lag auf der Hand, ganz klar auf der Hand und ich..“

„Komm zum Punkt. Was hatte ich über großkotziges Verhalten gesagt?“

Der Größere strich seine Locken nach hinten. John blätterte um, riskierte aber einen Blick zu ihm hoch. Wie er dort so stand, groß und selbstsicher, hatte seinen ganz eigenen Charm. Soziopath durch und durch. Aber auch einfach ein unglaubliches Genie.

„Ich bin ich dich verliebt John.“

„Du... Was?“

„Ja natürlich, es kann garnicht anders sein. Der erhöhte Puls wenn sich unsere Hände berühren, die Wärme in der Brust wenn sich unsere Blicke treffen. Wieso bin ich nicht früher drauf gekommen. Ich bin in dich verliebt!...Puh... jetzt hab ich es.“

Schweigen füllte für eine Millisekunde den Raum. John war sich nicht sicher was er da gerade gehört hatte. Und Vorallem wie? Sherlock stand dort, überheblich grinsend und stolz auf sich selbst. Eher untypisch dafür, wenn man jemand etwas gestand und sich seiner Antwort nicht sicher war. Oder hatte er die Zukunft berechnet. Wäre nicht das erste Mal. War er auch hier so berechenbar, dass Sherlock sich einer bestimmten Antwort sicher war? 

„Findest du das etwa lustig Sherlock?“

„Ganz und garnicht. Ich bin fast etwas enttäuscht, dass ich es nicht gleich beim ersten Mal gesehen habe. Vielleicht weil ich die Liebe nicht kenne. Da fehlen mir die Erfahrungswerte. Oh, John, erzähl mir davon. Du hast...“

„Sherlock!“

Und da stoppte er. Johns Stimme füllte den Raum. Er war verärgert. Warum? Er hatte gerade einen Fall gelöst. 

Seinen eignen Fall. 

Es hatte gedauert, Mary war nun zwei Jahre tot, sie waren letzte Woche noch zu ihrem Grab gefahren. 

„John, freust du dich nicht?“

„Worüber genau? So läuft das nicht. Du kannst da nicht überheblich grinsend stehen und mir verkünden, dass du in mich verliebt bist. So läuft das wirklich nicht. Du weißt doch noch garnicht was ich dazu zu sagen ...“

„Aber natürlich! Ich habe die wichtigsten Fakten übersehen. John, ich habe alle Hypothesen durchgerechnet. Es gibt nun 3 weitere Verfahrensweisen.“

John stand aus seinem Sessel auf, hielt die Zeitung nun zugeklappt in der Hand.

„So läuft das nicht, sagte ich.“

Er trat einen Schritt auf ihn zu, schleuderte dann die Zeitung gegen seine Brust. 

„Glückwunsch zur Lösung des Falls. Manchmal passen Menschen nicht in eine deiner drei Schubladen!“

Er wusste selbst nicht warum er so wütend war. Aber er wollte raus hier.

Nicht Einmal ein Liebesgeständnis konnte er richtig verpacken.

In den letzten zwei Jahren war Sherlock herzlicher geworden. Manchmal fast menschlich. Er weinte jedes Mal, wenn sie Marys Grab besuchten, hatte sich ein paar Mal mit Irena verabredet (und dann immer vorher abgesagt ‚wegen eines Falls‘. Wahrscheinlich eher weil er Angst hatte sie kettete ihn an einen Stuhl und ließ ihn ihre Stiefel lecken) und versuchte für John ein guter Freund zu sein, wenn er Ihn brauchte. 

John verließ schlagartig den Raum, wollte die Tür hinter sich zuziehen, hoch, einfach nur hoch auf sein Zimmer, als Sherlock auf der anderen Seite der Tür am Knauf zog.

„John, warte. Willst du mich jetzt hier so stehen lassen? „

Oh, scheinbar gab es doch einen Funken Menschlichkeit in ihm. 

„Was hast du vorausgesehen? Wie geht es jetzt weiter?“

John zog am Knauf, aber auf der anderen Seite wurde ebenfalls gezogen, sodass die Tür genug Freiraum gab, dass sie sich beide sehen konnten. 

„Wenn ich es dir erzähle ist es ja langweilig.“

„Langweilig?!“ 

Gut, jetzt war er wütend. Machte Sherlock sich die ganze Zeit über ihn lustig? War das ein Experiment? Wie bringe ich John Watson zur Weißglut? Falls ja, dann könnte er bald schon Ergebnisse sehen. 

„Vielleicht solltest du noch mal in deinen Gedanken-Palast gehen und das Wort ‚verliebt‘ nachschlagen. Da muss doch selbst in DEINEM Kopf etwas zu finden sein!“

Sherlock suchte den Blick von John. Seine blauen Augen stachen für einen kurzen Moment wie ein Messer zu.

„Ich habe noch keine Antwort John.“

Dann ließ er den Knauf los und die Tür schloss sich mit einem lauten Schlag. Fast wäre John die Treppe runtergefallen, weil es unerwartet passierte. Wie alles in den letzten Minuten.

„Natürlich hast du das nicht, weil du dich benimmst wie ein kompletter Idiot!“

Barkte John die zuhe Tür an, bevor er lauten Schrittes die Treppe zu seinem Zimmer nahm. 

Es war spät, vielleicht fehlte ihm schlaf. Oder er war wieder High. Gleich Morgen würde er es überprüfen. 

Nicht eine Sekunde sollte vergehen in der Johns Herz nicht schneller schlug als je zuvor.