Work Text:
Francis war gerade dabei den Boden zu schrubben, als er sich durch die Haare fuhr und auf seinen Feierabend freute. Neben ihm richtete sich Eric auf, der entnervt stöhnte. „Oh Mann, ich hab diesen Scheißjob so satt.“ jammerte er, da sein Gesicht voller Dreck war. Lavernia hatte sie heute wieder gedemütigt und er teilte seine Gefühle. Doch da war diese unglaublich schöne Frau, die ihn auf ein Date eingeladen hatte.
„Ja, versteh ich. Geht mir genauso.“ murmelte er und trat vor einem der Spiegel. Dort stylte er seine Haare zurecht und zupfte am Hemd herum. „Was machst du da?“ fragte Eric ihn ungläubig, als er dabei war den Staub von seinem Hemd zu entfernen. „Ich hab heute ein Date.“ sprach er zu ihm und drehte sich einmal um seine Achse. Auf dem Rücken war auch noch etwas Staub, aber da kam er nicht ran.
Er spürte wie ihm der Rücken geklopft wurde.
„Du hattest da noch was.“ meinte Eric von der Seite und er lächelte ihn an. „Danke, ich werde gleich los gehen.“ Und gerade wollte er durch die Tür rausgehen, als er spürte wie dieser ihm durch die Haare strich. „Dann, viel Spaß beim Date.“ In seinen Augen schimmerte es und er stutzte. „Alles okay?“ fragte er nach, da er ungewöhnlich ernst drein blickte. „Ach, alles okay. Mach dir einen schönen Abend. Ich werde dasselbe mit Pete und Artie machen.“ erwiderte Eric mit einem breiten Lächeln, aber er wusste, dass es gestellt war.
Doch er musste dringend los, weswegen er keine Zeit mehr hatte weiter darüber nachzudenken. Hastig lief er durch den Schnee, um seinen Wagen aufzuschließen. Piama hatte ihn in ein weit entferntes Restaurant eingeladen. Und bei dem Gedanken daran bekam er Herzklopfen. Sie war wirklich eine unglaublich attraktive Frau.
Die Autofahrt verlief sehr ruhig. Er ließ nebenher etwas Musik aus dem Radio laufen, als er über sein Gespräch mit Eric nachdachte. Sein Verhalten war echt komisch. Nicht, dass es das sonst nicht wäre, aber er strich sich nachdenklich durchs Haar. Dort wo ihn auch seine Finger berührt hatten. Eine leichtes Kribbeln ging durch seinen Körper und er atmete schwer auf.
Sie ist die Richtige. Ich weiß es.
Piama stieg in sein Auto, als er vor ihrem Haus hielt. Sie trug ein geblümtes Kleid und dazu eine schwarze Lederjacke. „Du siehst umwerfend aus.“ lobte er sie, was mit einem Lächeln erwidert wurde. „Du siehst auch gut aus.“ Na ja, wie man es nahm. Eigentlich hatte er sich nur seine schönste Jacke übergeworfen, damit man die Flecken auf seinem Hemd nicht so gut erkennen konnte. „Wollen wir los fahren?“ durchbrach sie seinen Gedankenstrom und er nickte.
Das Auto startete und sie fuhren los.
Während der Autofahrt beobachtete Piama ihn interessiert, als er sich nervös räusperte. „Du bist echt nervös.“ stellte sie fest und er lachte auf. „Ach, na ja, ich hatte lange kein Date mehr.“ Ihre Hand streichelte über seine, als er den Steuerknüppel betätigte. Sie fühlte sich warm an. Er blickte zu ihr und sie lächelte ihn einfach an. „Schau nach vorne. Außer du willst, dass wir in den Graben fahren.“ merkte sie an, was ihn dazu verleitete sich von ihr wegzudrehen.
Er biss sich auf die Unterlippe und atmete auf.
Das wird schon gut gehen. Sie waren bald da und ein Schneesturm war bisher auch nicht angekündigt. Die restliche Fahrt über schwieg er, da ihm einfach kein Thema einfallen wollte. Immer wenn er etwas mehr nachdachte, drängte sich das Gespräch mit Eric in seinem Kopf. Doch das war ihr Date und ihm konnte es egal sein, was er gerade machte. Vermutlich würde er wieder eine Runde Karten mit den beiden spielen und seinen Spaß haben.
„Wo bist du in Gedanken?“ fragte sie ihn neugierig und er lächelte unsicher. „Ach, weißt du, ich hab da diesen Kumpel. Wir hängen schon seit der Militäracademy miteinander ab.“ erzählte er und sie hörte zu. „Und er hat sich heute total komisch verhalten. Ich weiß auch nicht.“ Du Vollidiot! Warum redest du jetzt darüber? Gibt ihr doch lieber weiter Komplimente. „Er scheint dir echt viel zu bedeuten, so wie du von ihm redest.“ stellte sie fest und er drückte aus Versehen auf die Bremse.
Sie blickte ihn irritiert an und er räusperte sich. Dann fuhren sie weiter. Das Restaurant war sowieso nur noch wenige Meter entfernt. „Ach, Quatsch. Er ist ein totaler Idiot und viel zu besessen von Sex.“ plapperte er weiter darauf los und spürte während dem Sprechen wie absolut dämlich das war. Piama legte den Kopf schief und starrte ihn fasziniert an. „Verstehe.“ antwortete sie und lehnte sich wieder gegen den Gurt.
Idiot. Vollidiot! Du hast es versemmelt.
Endlich waren sie am Restaurant angekommen. Nervös parkte er zwischen den Schneemassen, die mit viel Mühe beiseite geschoben wurden. Irgendwo da dazwischen quetschten sie sich raus, während Francis dabei war ihr zu helfen. Doch sie lehnte ab und es ging hinein. Drinnen wurden sie von einer kuscheligen Wärme empfangen. Das Restaurant war eigentlich nur eine einfache Gaststätte, da die Umgebung nicht mehr hergab.
Sie setzten sich auf einen der Eckplätze, während Piama die Speisekarte öffnete. „Und gibt es noch jemand anderen in deinem Leben?“ fragte sie ihn interessiert und studierte Karte. Er tat es ihr gleich und atmete schwer auf. Jetzt bloß nichts Falsches sagen. „Ach, eigentlich nicht. Ich hab nur meine Familie, die mir zuweilen das Leben schwer macht.“ Sie lachte trocken auf. Mit einem verwirrten Blinzeln blickte er zu ihr und sie schüttelte den Kopf.
„Da haben wir wohl gemeinsam. Ich hab auch eine katastrophale Familie.“
Wie beruhigend zu wissen. Er hatte sowieso immer Probleme das anderen zu erklären. Wobei das nicht stimmte. Eric war wirklich immer sehr verständnisvoll ihm gegenüber gewesen. Wenn er an die Nächte dachte wo Lavernia sie gequält hatte. Einmal hatten sie sich sogar das Bett geteilt, weil er durch seine Albträume nicht einschlafen konnte. Das war echt schön gewesen.
Ein lautes Schnalzgeräusch riss ihn aus seinen Gedanken. Langsam lichtete sich der geistige Nebel vor seinen Augen und er erkannte die strengen Augen der Frau, die er ausführte. „Francis, wo bist du jetzt schon wieder? Ich dachte du datest mich damit wir uns besser kennenlernen.“ tadelte sie ihn und er schluckte schwer. „Ach, nichts. Ich bin nur müde von der Arbeit.“ stammelte er und blickte angestrengt auf die Speisekarte.
Doch er hatte keine Ahnung was er essen sollte. Also bestellte er sich einfach das was sie auch bestellte. Das konnte ja nicht falsch sein. Allerdings stellte sich diese Entscheidung als Trugschluss heraus, da sie irritiert die Brauen hob. „Was erhoffst du dir durch diesen Versuch?“ fragte sie ihn mit bohrenden Blick. Nervös kratzte er sich am Nacken und zuckte mit den Achseln. „Ach, weißt du. Ich glaube ich hab keinen Hunger.“
Wie sehr konnte man sich eigentlich noch reinreiten?
Er hatte heute echt keinen guten Tag.
„Warum führst du mich dann zum Essen aus?“ Das war eine gute Frage. Bevor das mit Eric passiert war, dachte er eigentlich, dass er einen entspannten Abend mit einer wunderschönen Frau hatte. „Ich… ich weiß es nicht.“ nuschelte er und seine Stimme wurde immer leiser. Sein Blick senkte sich und er spürte die wütende Präsenz, die von Piama ausging. „Okay, Francis. Ich gebe dir noch eine Chance. Vermassel es nicht.“ fuhr sie ihn an und er hörte wie ihre angespannt Atmung war.
„Also was machst du sonst so in deinem Leben?“ fragte sie ihn und versuchte sich wieder zu entspannen. In der Zeit waren die Getränke gekommen. Er trank einfach nur Sprudel, da er ja dasselbe wie sie bestellt hatte. Das war eine gute Frage? Was tat er sonst in seiner Freizeit. „Mhm, ich arbeite die meiste Zeit.“ Sein Finger legte sich überlegend auf seine Lippen, während er scharf darüber nachdachte.
Da waren die Treffen mit seiner Familie, die meist in einer Katastrophe endete. Und sein anstrengender Job bei Larvenia und dann noch Eric. Warum hatte er nichts anderes in seinem Leben? Neben Eric war da noch Malcolm, mit dem er oft telefonierte. Und natürlich seine Mutter, die ihn regelmäßig auf die Palme brachte. Wenn er nur darüber nachdachte wurde er wütend.
Ein Schnipsen vor seinen Augen, machte ihn darauf aufmerksam, dass er wohl wieder in Gedanken versunken war. Verdammt! Er musste sich wirklich was einfallen lassen. „Ich spiele gerne Schach.“ brach es einfach aus ihm heraus und sie hob die Brauen. „Du spielst Schach?“ Ihre Augen durchbohrten seine Seele. Sie glaubte ihm nicht und eigentlich tat er das auch nicht, aber er wollte nicht schon wieder dieselben Geschichten erzählen.
Interessiert stützte Piama ihr Kinn mit dem Ellbogen und blickte ihm tief in die Augen. „Dann erkläre mir doch mal warum du Schach so sehr liebst.“ entgegnete sie und er lächelte angespannt. „Weißt du… eigentlich spiele ich doch kein Schach. Ich hab mir das nur ausgedacht.“ Ein nervös Lachen verließ seine Kehle, als das Essen vor sie gestellt wurde.
Was war das denn?
„Achso, hast du.“ murmelte sie und fing an zu essen. Den restlichen Abend über schwiegen sie sich an. Piama zahlte das Essen und stand auf. „Weißt du, es war echt schön mit dir, aber ich glaube nicht, dass du dich für mich interessiert.“ sagte sie ihm beim Rausgehen und er schluckte schwer. Das war eine harte Abfuhr. Sie drehte sich zu ihm um und er blieb vor ihr stehen. „Du hast die ganze Zeit nur über diesen Eric geredet. Ich hab keine Ahnung wer das ist, aber vielleicht hättest du ihn besser eingeladen.“
Und bevor er etwas sagen konnte, stapfte sie auch davon. „Willst du nicht nach Hause gefahren werden?“ Doch sie schüttelte den Kopf. „Ich lasse mich fahren. Lebwohl, Francis.“ verabschiedete Piama sich und ließ ihn wie einen begossenen Pudel stehen. Damit hatte er sein Date erfolgreich gegen die Wand gefahren.
Seufzend stieg er ins Auto und fuhr wieder zur Hütte. Nach diesem erfolglosen Date war das Letzte was er wollte, dass die Jungs ihn aufzogen. Bedrückt stieg er aus und starrte ins Leere. „Wird schon nicht so schlimm werden.“ sprach er sich selber Mut zu, als er durch die Tür trat. Drinnen waren wie erwartet die drei zu sehen, die sich wohl noch über den Tag unterhielten. Nach seinem Eintreten war er natürlich sofort in ihrem Fokus.
„Wie lief dein Date?“ fragte Artie ihn.
Er seufzte schwer und saß sich auf einer der Stockbetten. „Ich hab’s vermasselt und sie will mich nicht wieder treffen.“ gestand er und der alte Mann sah ihn mitleidig an. „Ist schon okay, Junge. Manchmal passt es einfach nicht.“ munterte dieser ihn auf, während er zu Eric blickte. „Mhm, ja.“ antwortete er nur und lag sich hin. Sein Blick war sehr eindeutig gewesen, aber er wollte sich gerade damit nicht befassen. Diese Blamage mit Piama belastete ihn genug.
Wie musste sie wohl über ihn denken?
Die ganze Zeit über war sie verärgert gewesen und dann hatte er auch noch gelogen. Wieso war er auch so unfähig? Sein Kopf legte sich auf das viel zu unbequeme Kopfkissen. In seiner Schmach ließ er sich tiefer darin sinken. Pete nahm das Ganze schweigend hin und zog Artie in einer der Ecken des Schlafzimmers. Francis schloss die Augen und versuchte sich zu entspannen, obwohl es in ihm arbeitete.
„Und dein Abend lief nicht so gut?“ Francis erschreckte sich so sehr, dass sein Kopf unsanft gegen einer der Holzlatten knallte. Stöhnend rieb er sich die Beule und blickte Eric an. „Nein, nicht wirklich. Und bei dir?“ fragte er und spürte noch immer das Pochen an der schmerzhaften Stelle. „Es geht. Ohne dich ist es echt langweilig.“ gestand Eric ihm und blickte ihn an. „Hattest du wenigstens was Gutes gegessen?“ fragte sein bester Freund weiter nach, aber er schüttelte den Kopf.
„Nichts was mir geschmeckt hat.“
Aua, das hätte er heute wirklich nicht mehr gebraucht. Die Beule pochte unbarmherzig und er ließ sich wieder ins Bett sinken. Seine Augen schlossen sich erneut, als er spürte wie Eric aufstand. War er so unerträglich, dass er ihn alleine ließ? Doch bevor er reagieren konnte, saß dieser schon wieder vor ihm und drückte ihm einen feuchten Lappen gegen die pochende Stelle.
„Willst du es morgen nochmal probieren?“ murmelte Eric undeutlich und er hob irritiert die Brauen. Der kühle Lappen an seinem Kopf tat echt gut. „Hä? Hast du mir nicht zugehört. Sie hat mich abgeblitzt.“ entgegnete er und rollte mit den Augen. Sein bester Freund drehte sich nervös zu Artie und Pete um, aber die waren wohl gerade in einer hitzigen Diskussion versunken.
„Ich meinte eigentlich ob du mich daten willst?“
Seine Augen weiteten sich und er schluckte schwer. Das hieß zumindest, dass sein Bauchgefühl richtig war. Aber wollte er das? Er wusste ja gerade selber nicht was mit ihm los war. „Ich will dich aber nicht so wie Piama enttäuschen.“ murmelte er und spürte wie seine Wangen sich erhitzten. „Das wirst du nicht. Ich weiß doch, dass du ein Idiot bist.“ zog Eric ihn auf, wofür er einen Seitenhieb bekam.
„Das heißt wohl ja? Du musst mich aber fahren. Ich hab ja kein Auto.“ meinte Eric zu ihm und er nickte. „Geht klar, dann lass uns morgen gleich nach der Arbeit losfahren.“ Doch Eric schüttelte den Kopf. „Lass uns das lieber aufs Wochenende verlegen. Ich hab da eine schöne Hütte gemietet, wo wir danach hinfahren können. Du willst doch nicht bei diesen Chaoten bleiben?“ Die Röte vertiefte sich, aber gleichzeitig stimmte es schon. Als er in der Militäracademy mit Männern verkehrt hatte, mussten sie ständig aufpassen, dass Spangler nicht reinplatzte.
„Einverstanden. Dann am Wochenende.“
Und zu Francis Glück kam ihnen diesmal auch nichts dazwischen. Die Arbeit war zwar schlimmer denn je, da Lavernia immer einen neuen Grund fand auf ihnen rumzutrampeln, aber unter der Prämisse seinen besten Freund auszuführen, war die Demütigung gar nicht mehr so schlimm. Er hatte sich diesmal auch ein paar schöne Klamotten rausgesucht. Pete und Artie mussten sie für ihr Vorhaben allerdings anlügen, da sie zumindest vor ihrem Outing, nichts von dem Date wissen sollten.
Lavernia schickte sie angeblich zum Eisangeln, was die beiden überraschenderweise gut aufnahmen. Anscheinend mussten sie wohl so etwas Ähnliches mal machen. Und so fuhr Francis mit Eric in dasselbe Restaurant, wo Piama ihn ausgeführt hatte. Es war schon merkwürdig mit ihm an diesem Tisch zu sitzen, während er noch vor wenigen Tagen dort alles gegen die Wand gefahren hatte.
„Das Hemd steht dir echt gut.“ lobte Eric und lächelte ihn an. Seine Hand fuhr langsam über den Tisch, als er diese in seiner hielt. Sie fühlte sich warm und vertraut an. Die Bedienung kam und sie bestellten sich das gewünschte Essen. Diesmal auch sein Lieblingsessen. Nicht so wie beim ersten Mal. „Danke, deins aber auch.“ erwiderte er und spürte wie die Wärme im Raum anstieg.
Er wusste ganz genau worauf das hinaus lief.
„Ist das dein erstes Mal mit einem Mann?“ fragte er ihn neugierig, aber er schüttelte den Kopf. „Nein, bevor wir uns auf der Academy kennengelernt haben, hatte ich schon einmal was mit einem.“ Obwohl das auch nur ein One-Night-Stand war. Und eigentlich hatten sie sich auch nur in der Abstellkammer gegenseitig einen runtergeholt. Am Ende war das Ganze irgendwie im Sande verlaufen.
„Das ist okay. Ich auch nicht. Ich weiß nur, dass ich dich schon immer interessant fand.“ gestand Eric ihm, der sich aus Verlegenheit am Nacken kratzte. „Wir halten das ganz entspannt, Eric. Du bist doch mein bester Freund.“ Und er spürte wie sein Herz höher schlug. Als sich ihre Hände umschlossen sah er ihm tief in die Augen. Sie waren gerade dabei sich über den Tisch zu beugen, als die Bedienung ihnen das Essen hinstellte.
Nervös zuckten sie auseinander und begannen zu essen.
Es war wirklich nicht einfach diese Barriere zu durchbrechen. Gerade weil er sich fragte ob das wirklich die richtige Entscheidung war. Sollte er wirklich ihre Freundschaft damit ruinieren? Es wäre wirklich schade wenn er es sich deswegen kaputt machte.
Schweigend aßen sie ihr Essen, da Eric wohl nicht weniger gehemmt war als er. Nur einmal blickte er ihn an, bevor sie schließlich bezahlten und aus dem Restaurant gingen. „Kannst du mir sagen wo diese Hütte ist? Und wie hast du das organisiert?“ fragte er seinen Freund, als sie ins Kalte gingen. Immerhin hatte er seine Stimme wieder gefunden. „Na ja, jemand war mir noch was schuldig und ich hab das jetzt eingelöst.“ erklärte Eric ihm, als er neben ihm ins Auto stieg.
„Das heißt du hast das nur für mich organisiert?“
Eric nickte und lächelte ihn an. „Ich würde das auch jederzeit wieder für dich machen.“ Okay, er wollte diese Freundschaft nicht riskieren, aber er wollte Eric. Und bevor dieser etwas sagen konnte, lehnte er sich nach vorne und küsste ihn auf den Mund. Seine Zunge drang in seinen Mundraum, während dieser ein ersticktes Keuchen von sich gab. Vollkommen überrascht ließ er sich gegen die Rückenlehne drücken.
„Entschuldige, bin ich zu stürmisch.“
Seine Atmung war schwer, aber Eric schüttelte den Kopf. „Lass uns schnell fahren.“ brachte Eric gerade so hervor und er trat aufs Gas. Unter seiner Anweisung fuhr er in die abgelegene Berghütte, die zumindest übers Wochenende ihr Schlafplatz war. Sie betraten die verschneite Hütte und er bewunderte die Einrichtung. Das war echt schick eingerichtet. „Hier könnte ich es mir echt gut vorstellen.“ meinte er, während er sich zu Eric umdrehte.
„Findest du? Ich glaube wir finden noch was Besseres.“
Er hatte wir gesagt.
Francis staunte noch immer, als er eine Hand an seinem Handgelenk spürte. Dieser zog ihn ins Schlafzimmer und schloss die Tür hinter sich. „Hast du Angst?“ fragte Eric ihn, aber er schüttelte den Kopf. „Ich sagte doch, dass ich das schon einmal gemacht habe.“ Wenn auch nicht so intensiv wie das hier. Und um genau zu sein hatte er keine Ahnung wie es danach weiter ging. „Das ist gut.“ Mit diesen Worten ging Eric auf ihn zu und umschloss ihn in einen weiteren, sehnsüchtigen Kuss.
Eine Zeitlang verharrten sie in dieser Stellung, bevor sie sich unter intensiver werdenden Berührungen aufs Bett legten. Eric fing an sein Hemd aufzuknöpfen, während er sich an seinem Hals zu schaffen machte. Das war wirklich heiß. „Du bist so schön.“ hauchte Eric und küsste seine Halsbeuge. Mit einer Hand fuhr er über seine Brustwarzen und verwöhnte diese, was mit einem heißeren Stöhnen von Francis belohnt wurde. Sein Kopf sackte nach hinten und er ließ es einfach geschehen. Eric wusste wirklich genau was ihm gefiel.
„Du machst das echt gut.“ sprach er unter Erregung zu ihm. Dieser war gerade dabei den Knopf seiner Jeans zu öffnen. „Es wird noch besser werden.“ raunte Eric ihm zu und streichelte über seine Beule. Eine Hitzewelle durchfuhr ihn und er stöhnte auf. Das war wirklich eine gute Stelle. Seine Beine waren nackt und er spürte wie lediglich seine Shorts den intimsten Teil seines Körpers umhüllten.
Da spürte er ein heißes Ziehen an seiner Penisspitze.
Erics Lippen senkten sich und küssten ihn, trotz Shorts, und er stöhnte auf. „Bitte.“ wimmerte er, da er ihn noch mehr spüren wollte. Er sah wie sich ein zufriedenes Lächeln auf seinen Lippen bildete, bevor sein Kopf wieder in die Kissen zurück sank. Da zog dieser mit einem Ruck seine Shorts weg und nahm ihn in den Mund. „Fuck!“ Seine Hände krallten sich in den Bezug und er stöhnte auf. Impulsiv drückte sich sein Becken nach oben, da er so eine Hitzewallung zwischen seinen Beinen spürte.
Da sie zu viert lebten und sie dort nicht wirklich ein Privatleben hatte, litt natürlich auch sein Sexleben darunter. Wie lange hatte er es sich schon nicht mehr selbst gemacht. Und jetzt berührte ihn da jemand mit so einer Intensität, dass ihn die Erregung überwältigte. Vor seinen Augen verschwamm alles und er spürte wie die Hitze zwischen seinen Beinen anstieg. Er verbrannte einfach nur noch, als die warme Flüssigkeit aus seinem Penis floss.
Eric nahm alles in sich auf, bevor er sich zu ihm vorbeugte und ihm ein Teil seiner Lust schmecken ließ.
Sie küssten sich lange und intensiv. Er spürte wie Eric durch seine Haare strich und an seinen Ohren knabberte, aber er wollte jetzt auch ran. Also zog er seinen besten Freund aus und liebkoste seine Brustwarzen. Er wollte schon immer mal wissen wie er sich anfühlte. Und er genoss es zu sehen wie dieser unter ihm schmolz. Das Stöhnen berauschte ihn so sehr, dass seine Hand Richtung Leiste wanderte.
„Ja, berühr mich. Bitte.“ wimmerte Eric und er tat ihm diesen Gefallen. Da war die Hose auch schon weg und er konnte ihn pumpen. Sein bester Freund keuchte auf, während die Härte in seinen Händen pochte. Das fühlte sich so gut an, dass er es Eric gleichtat und mit den Lippen dieses umschloss. Genüsslich sog er an der Eichel, als Eric, nicht weniger schnell, als er sich in ihm ergoss.
Doch er konnte nicht alles in sich aufnehmen, weswegen er einen Teil auf seinen Bauch laufen ließ. Hastig putzte er sich den Rest vom Mundwinkel weg, bevor er anfing seinen Bauch zu küssen. Er leckte den Rest des Spermas auf und küsste sich bis zu ihm hoch. Dieser schlang seine Arme um ihn und küsste ihn voller Leidenschaft.
Ja, das war gut. Er wollte mehr.
„Darf ich dich ficken?“ raunte er ihm ins Ohr und dieser nickte bereitwillig.
Er suchte in seiner Jeanshose nach einem Kondom, während Eric ihm das Gleitgel reichte. Dann fing er an seinen Finger damit einzureiben, bevor mit diesem in seinen Schließmuskel ging. Es war warm und eng in ihm, weswegen er den Finger in ihm bewegte. „Ja, mach weiter.“ hauchte Eric verzückt und er lächelte. Die Sorge darüber ihre Freundschaft zu zerstören, wurde längst durch das Gefühl ausgetauscht, noch viele weitere schöne Abende wie diese mit ihm zu haben.
„Bitte, nimm mich.“ flehte Eric ihn an und er grinste anzüglich.
Mit dem Finger ging er vorsichtig aus ihm raus, während er sein erhärtetes Glied mit dem Kondom überzog. Dann schmierte er ungeduldig die durchsichtige Flüssigkeit darauf, bevor er in ihn eindrang. Das Gefühl so in ihm drinnen zu sein war so intensiv, dass er sich stöhnend vorbeugte. Alleine wie unterwürfig er vor ihm kniete und ihm seinen Hintern entgegen streckte, machte ihn unglaublich an.
Voller Lust bewegte er sich immer schneller in ihm, bis dieser ein heiseres Stöhnen hörte.
Der Schweiße klebte an ihren Körpern und er spürte wie Eric unter ihm schwach wurde. „Ich komme gleich.“ Das galt nicht nur für ihn, da er spürte wie die Enge an seinem Penis ihn zur Besinnungslosigkeit brachte. Vor seinen Augen leuchtete alles auf, während er sich mit den Fingernägeln in seine Hüfte krallte. Noch ein Stoß, bevor er in ihm kam und ihn ein kehliges Stöhnen verließ.
Sein Körper erzitterte, als er den erschlaffenden Penis aus ihm zog. Vollkommen befriedigt legte er sich neben Eric, der noch damit beschäftigt war das restliche Sperma vom Bett zu entfernen. „Wow.“ hauchte dieser und er grinste breit. „Das war echt schön.“ Und er gab Eric einen zärtlichen Kuss auf den Mund. „Danke für deine Einladung. Dein Date ist dir echt gelungen.“ schnurrte er und kuschelte sich an ihn ran.
„Na ja, nach deiner Enttäuschung dachte ich, dass du vielleicht ein wenig Aufmunterung brauchst.“ stammelte er und blickte schüchtern zur Seite. „So kenne ich dich gar nicht.“ raunte er ihm ins Ohr, bevor er ihn zärtlich auf die Wange küsste. „Ich bin nicht immer so ein Idiot, wie du denkst.“ murrte Eric und knuffte ihm in die Seite. „Das weiß ich doch. Ich fände es schön, wenn ich dich noch etwas besser kennenlerne.“
Eric erwiderte das mit einem weiteren Kuss auf seinen Mund.
„Ich bestehe darauf, dass das für dich genauso gilt.“ Und er nickte. Das war kein Problem. Schließlich waren sie schon immer Freunde gewesen und nach diesem Austausch – auf die ein oder andere Weise – würde vermutlich auch die letzte Barriere zwischen ihnen brechen.
„Dann ist das abgemacht.“
Den restlichen Abend über unterhielten sie sich über ihre Zukunftspläne und sie sahen auch ein, dass das mit der Freundschaft wohl nichts mehr wurde. Denn wie es aussah waren sie wohl doch etwas mehr als nur Freunde. „Ich liebe dich.“ gestand Eric ihm und er konnte nicht anders, als das Ganze mit einem leidenschaftlichen Kuss zu erwidern. Sie schmiegten sich aneinander, bis schließlich Eric in seinen Armen einschlief.
Und obwohl sein erstes Date eine absolute Katastrophe war, so war er doch froh darüber, dass es so lief. Sonst hätte er vermutlich niemals dieses zweite Date gehabt, was ihm das Gefühl gab, endlich jemanden gefunden zu haben, der ihn so liebte wie er war.
